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IV. Band.
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nachdem sie vollendet war/ auf ihre Plätze zurück. Die eigentlicheFeierlichkeit begann nun mit einer Anrede des Marquis de la Bardean den König / in der er auf eine schmeichelhafte Weise der Tapferkeitder Schweizer erwähnte/ die zu den glänzenden Eroberungen/ welchedie Regierung deS Königs verherrlicht/ so viel beigetragen hätten.Dieser Rede folgte diejenige des Bürgermeisters Maser/ welche der/mit einem schwarzseidenen/ mit Silber gestickten Rock und Mantel be-kleidete König mit bedecktem Haupte anhörte / mit wenig Worten seineZufriedenheit über den geschlossenen Bund auSsprach und dann in Ab-wesenheit deS durch Unpäßlichkeit abgehaltenen Kanzlers Seguier demältesten Staatsrathe Dormesson/ das Weitere zu eröffnen/ übertrug.Nachdem derselbe sich dieses Auftrages entledigt/ legte der KardinalBarberini das Evangelienbuch auf den Betstuhl/ worauf ein Botschafternach dem andern seine rechte Hand darauf legte/ was endlich der Königmit den deutlich ausgesprochenen Worten „und ich thue das Nämliche"(et moi j'en iais 3ut3nt) gleichfalls that/ worauf die kirchliche Feiermit einem 1e Oeurn beendigt war. Von der Kirche wurden die eid-genössischen Gesandten durch den Prinzen von Conde und den Herzogvon Enghien wieder in den erzbischöflichen Pallast geführt/ wo in einemgroßen Saale eine glänzende Mahlzeit in vier Gängen aufgetragenwurde. Der Prinz von Conde'/ der Held von Rocroy/ saß ganz alleinoben an der Tafel / auf deren einen Seite man die schweizerischen Ge-sandten/ auf der andern den Herzog von Enghien nebst mehr alsvierzig der angesehensten Herren des Hofes sah. Bei dem letzten Gangekamen beide Königinnen/ der Herzog und die Herzoginn von Orleans/die Prinzessinn von Alen^on und andere Damen/ welche mit dem Königein einem besondern Saale gegessen hatten/ in das Speisezimmer derEidgenossen und sahen von einem erhöhten Platze eine Weile dieserMahlzeit zu. Endlich erschien noch der König selbst/ brachte oben ander Tafel die Gesundheit seiner theuern Gäste und Bundsgenossen aus,und entfernte sich erst/ nachdem er sich eine Viertelstunde lang mitdenselben unterhalten. Am folgenden Tage erhielt jeder der Gesandteneine goldene vierfache Kette nebst einer goldenen und etlichen silbernenDenkmünzen vom gleichen Gepräge/ 600 Kronen an Werth/ der Bür-germeister Maser aber/ als Vorstand der Gesellschaft/ eine fünffacheKette nebst einer bei 800 Kronen geschätzten Denkmünze und daS Eben-bild des Königs in einem goldenen Gehäuse mit kostbaren Diamantenumsetzt. Auch die Begleiter empfingen glänzende Geschenke >).

l) Hauptmann Johann Georg Wagner's/ Ritter/ Stadtschreiber und deSgeheimen Raths zu Solothurn parisische Reiß/ Handlung und Pundt-schwur. Solothurn 1664.