von demKonigreiche Frankreich. 85
der lincken aber die dornen crone und nägel hal-tend im rothen selbe zu sehen; rings herum ge-het ein blauer rand/ in welchem diese buchsta-ben von gotde befindlich: i>vvovieV8r^6nv8 i^smvu. 169z. Sluffder andern feite zeiget sich ein blosses flammen-des schwerdt/ dessen spitze durch einen mit ei-ner weissen binde gebundenen lorber-krantz ge-het/ ebenfalls im rothen und mit einem blauenrande umgebenen selbe/welcher diese güldenebuchstaben in sich halt :6Li.i.iLLVtk.iv-i>8 ?kLkiivrvs. DieGrand-Croixhan-gen selbiges an ein breites feuer-farbenes band/auff den mänteln und rocken aber haben sie einvon golde gesticktes creutz. Dargegen tra-gen die Commandeurs nur allein das creutzan einem feurfarbenen bande/nicht aber aüfdenManteln und rocken/und die Ritter/welche zumwenigsten zchen ^jahre in den Waffen gcdienethaben müssen/ hangen das güldene creutz nurallein mit einem kleinen feuer-farbenen bände
an die brüst / nicht aber in die länge über dieachsel herunter.
R. Henrich IV richtete A. 1628 auch einen An unse,Orden auff/ welchen er den Ritter-Orden ftaucnv!munserer lieben freuen vom berge Carmcnenncte/ und in eben selbigem jähre vereinigt- xazan voner diesen mit dem alten Orden St. Lezerr^ru^m.vonIerustrlcm. Diest.Nitter unserer liebenstauen vom berge Carmel / deren anzahl aushundert von denen besten Edelleuten in Franck-reich bestehet/ tragen ein gülden Creutz mit achtspitzen/ in dessen ecken vier litten stehen. Dersäum oder rand des creutzes ist weiß/ und mit-ten auff einem weissen emmMrcen boden stehetauff einer feite die Jüngstem Maria/ auff derandern feiten aber auffeincm grünen boden dasbildniß St. Lazari / und hanget dieses creutzan einem castanien-braunen bände.
Und so viel von dem mächtigen KönigreicheFranckrcich.
jer zweyten Raupt-Wandlung
von
omgmW Mpanren
Slttr zustand;Les SpanvfchE««ts
Or uhralten Zeiten hatte diegrosse land schasst Hispa-nien verschiedene kleine sou-veraine Staaten zu Ober-. . Herren. Als die Celten ihreschwäche wahrgenommen/ sind sie durch Galli-en in die den Pprenäischen gediegen nahe ge-legene land.e gerücket/und haben mit denen al-ten innwohnern /Jberi genannt / ein volck ge-macht/und den nahmen Leitwert bekommen:DieRhodiser/phönizier/und sonderlich dieCarthaginenser/ haben ebenmäßig einigeProvkntzien darinn besessen. Die Römer sinderst zur zeit des andern Carthaginensischenkriegs/durch austreibung derCarthaginenser/dahin kommen / und hat Scipio ein
groß theil zur Römischen proviny gemacht/Augustus hat den rest bezwungen. Unter derRömischen Monarchie stünde nun gantzDie West- Spanien/ biß etwa ums jähr Christi 422 / daGolden rro-die westgothen mit Heeres- macht eingefal-dem Sp«- ^ / und die Provintz gleich andern Römischenwestlichen landschassten sich unterthanig ge-macht. Wiewohl die Vandalcr/ Schwabenmnd Alaner auch einige stücke vorher/ ehe dieWestgothen sich feste gesehet/ besessen. DasGothische Reich währete etwa biß A. C. 714.Athaulf/der erste westgorhrsche Röntg/RlMution legte den grundstein zum Königreiche; Necgre-sÄfft.^ ^0! war der mächtigste und glückseligste /und unter Roderichen gicnge es gar zu grün-de. Ihre lasier/ Unordnung/ relsxstion alleräilcipiiri und ncgligenr der Waffen / waren dieMittel ihres Untergangs. GrafIulian/ derüber denjenigen strich landes/ welchen die Bo-then in Mauritanien an der enge Gibraltar be-sassen/Gouverneur war/errcgte zu erst innerli-
che unruhen/ aus räche über die seiner tochtervom lehtbesagten Könige angethane Nothzucht.
Erwachte mit den Saracenen oder Mohren Die Mauri,in Africa / seinen nachbarn / bündniß/und gäbe^diesen hierdurchgelegenhcik/sich der lande zu be-M-^n«mächtigen. Sein gedächtniß ist indessen sol-^-cher verrätherey halben in Spanien noch derge-stalt verhaßt/daß der nähme Julian vor höchst-unglücklichgeachtct/undvon niemanden gesih-ret wird. Drey hundert jähr hatten dieWestgothen geherrschet/ numehr aber Arm»
714 verlohren sie alles ausser Ästurien / Bi-scaya/ einen theil von Gallien/ und die Con-silien der p-menaischen gebrrge; welches derChristen schlupf- löcher waren. Dielen thätees sehr wehe / die ungläubige Mauritanier undJuden in diesen schönen landen zu sehen / dahersie immer aufgelegenheit bedacht waren/ Spa-nien des fremden iochs zu befreyen. ,
welcher aus dem blut-stamme der alten Gothi-schen Könige entsprochen war/ thäte zu erst denversuch / und eroberte A. 726 viel städte undsonderlich Leon/weil die Saracenen ihre machtgetheilet hatten. Alfonsus Catholicus that *A. 752 dergleichen. Einige nachkommen die-ser Könige hatten weder solch glück noch coura-ge/und musten eine Zeitlang dem prXäominireN-den Mat der Barbaren hundert jungfrauenzum tribut liefern/darunter allemahl funffigAdeliche/und funffzig gemeine waren; inmassendenn noch heutiges tages ungefehr zehen meilenvon Toledo ein schloß zu sehen/so man 6s W5 eisnZomettar, oder das schloß der hundert jung.fern nennet/ weil sie gemeiniglich dahin gefüh-rer wurden. Diesen schändlichen zoll abzu-schaffen und sich mehr lufft zu machen / hat Al-fonsus Castus/König zuOviedo/mit R.CarlnL z dem