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Ausbruch
des
Kriegs
zwischen
Frankreich
und
Oesterreich.
Nun überfiel mich aber auch eine Bangigkeit vor wei- Rückkehrtern Ansprachen der geidarmen helvetischen Regierung und P n a a r î.trieb mich die Schweiz zu verlassen. Ich benutzte in dieserRücksicht den Auftrag zur Unterhandlung eines Handelstrak-tates und begab mich demnach wieder nach Paris. Hier fandich in politischer Beziehung im Allgemeinen eine düstereStimmung, gegen meine Person aber alles Wohlwollen. Manwar mit mir, in Ansehung meiner in Luzern bewiesenenZurückhaltung, zufrieden.*)
Der Krieg zwischen Oesterreich und Frankreich war, durchden Abbruch der Unterhandlungen am Rastatter-Kongresse,zum Ausbruch gekommen. In Paris wurde das Possenspielwegen Ermordung der französischen Gesandten aufgeführtund zu allen jakobinischen Hülfsmitteln die Zuflucht ge-nommen, um eine durchgreifende Nationalstimmung für denKrieg hervorzubringen.
Allein das Zutrauen in das Direktorium war wankendgeworden. Die fränkischen Waffen, unglücklich angeführt,erlitten lange nacheinander empfindliche Niederlagen vor demEizherzog Karl und den Heerführern Mêlas und Suwarow.
Die Heere der verbündeten Mächte waren bi.s gegen dieSchweiz vorgedrungen.
Hier hatte sich Schrecken und in seinem Begleite Miss-Fatale Folgentrauen gegen jeden einigermassen fähigen Mann der helveti- de&solbensehen Regierung bemächtigt. Die Folge davon war der Ver-such, ein Schreckenssystem über die Schweiz in Anwendungzu bringen ; daher wurde zur Aushebung von Geissein in denHauptstädten und zur Abführung derselben in französischefeste Plätze geschritten (unter den heimischen befanden sichgute und alte Freunde von mir); sowie zur Aufstellung vonKiiegsgerieilten. Auch wurde, um sie in’s Feld rücken zulassen, gezwungene Mannschaft zusammengerafft. Die fran-zösische Regierung drohte ihrerseits, einzeln und in Ver-einigung mit ihren sogenannten Alliirten, mit gezwungenen
*) Weil sorgfältig keine Namen genannt worden sind.
für dieSchweiz.