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Jenner
wieder
Minister.
Parteienin derhelvetischenRegierung.
Direktorialherrschaft stürzte zusammt der sie begründendenVerfassung unter denBajonnetten Bonaparte’s und ihrer eigenenNichtigkeit zusammen. Talleyrand, einer der Hauptführer dieserRevolution, übernahm wieder das Ministerium des Aeussernund wurde einflussreicher als jemals. — Mit den Jakobinernhatte es oder schien es ein Ende zu haben, und schöne Hoff-nungen traten, die eine nach der andern, in Aussicht. Ob-schon die in der Schweiz anwesenden französischen Generalenicht für diese Umwälzung gestimmt schienen, was sich be-sonders an Masséna kund that, der, als ich ihm die ersteNachricht davon ertheilte, beinahe wüthend war, — so wardoch daseihst alles ohne Unterschied, Befehlende wie Gehor-chende , gleich gespannt auf den Erfolg der Dinge, die dakommen sollten. Beide Parteien, im helvetischen Direktoriumsowohl als in den Räthen, wollten sich behaupten ; beidesuchten mich, und ich erhielt vorerst, den 31. November 1799,ein Patent als Finanzrath. Viele Berner wünschten michjetzt wieder in Paris, auf dass die Interessen der Vaterstadthei dem neuen Herrscher vertreten würden. Unter diesenVerhältnissen, wie auch um mich den Geld - Plackereien desDirektoriums zu entziehen, übernahm ich zum dritten Maleein Creditiv, das mir einen Beruf in der grossen Hauptstadtertheilte. (Beilage Nr. 54.) Ich reiste den 19. November dahinab und wurde bei meiner Ankunft sehr gut aufgenommen.
Von dem in zwei Parteien getheilten Direktorium warenmir, ausser den allgemeinen öffentlichen, noch besondereInstruktionen ertheilt worden. Doch die Majorität dieserBehörde, an deren Spitze Laharpe stand, hatte kein Zu-trauen zu mir, daher wurde mir ein Mann, der ihm mehrals mir anstand, — ein gewisser Fornerod aus dem Waadt-lande, ehemals Geistlicher, seit einiger Zeit aber Sekretär imDirektorial-Büreau, — meiner gegen ihn geäusserten Abneig-ung ungeachtet, als Sekretär aufgedrungen. In diesem Ver-hältnisse lag das Gute für mich, dass es mir meine ganze