Tn diesem Zeitpunkte langte der helvetische Minister stapfetStapfer in Paris an, in eigenen Angelegenheiten zwar (derZweck seiner Reise war nämlich Besuch hei Verwandten) ; Paiis -
doch hatte er auch den Auftrag, sich mit mir gegen die Ab-sichten der gesetzgebenden Räthe, welche den Vollziehungs-rath zu stürzen suchten, sowie zu einem gemeinschaftlichenBegehren an die franzözische Regierung um die AuslieferungLaharpe’s, zu vereinigen ; letztere aber, da ich seihst hei derSache interessirt war, für sich allein und von mir unabhängig,durch weitere angemessene Schritte zu betreiben.
Als ich hei der nächsten Audienz diesen Minister demersten Consul vorgestellt und von Laharpe die Rede war, er-widerte der Consul : «Je ne veux point accorder l’extradition«de cet homme ; ce seroit le second tome de Napper-Tandy»
(der als französischer Agent zu jener Zeit in Hamburg denEngländern ausgeliefert worden war). (Beilage Nr. 66.)
Dem helvetischen Vollziehungsrathe Luft zu machen und Auf * ösuns
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dem Beginnen seiner gesetzgebenden Räthe Schranken zu gesetzgebendensetzen, war nun nicht mehr so leicht. Des ersten Consuls K ^ edamalige Absichten gingen dahin, allen Schein von Ein- Schweiz,mischung in die Angelegenheiten auswärtiger Regierungen zuvermeiden. Daher wurden unsere im Tone von Beschwerdenvorgetragenen diesfälligen Eröffnungen in ablehnendem, dochnicht geradezu abschlägigem Sinne, beantwortet. (BeilageNr. 67.) Unter der Hand wurden aber dem Minister Rein-hard bestimmtere in unserem Sinne lautende Instruktionenertheilt. (Beilage Nr. 68.) So entstand endlich der von demersten Consul fortan empfohlene und angerathene provisori-sche Zustand der Dinge in der Schweiz. Die gesetzgebenden Erae j* e r rin,gRäthe wurden aufgelöst und zugleich ward auch eine neue voiiziehungs-Vollziehungsbehörde aufgestellt. Mehrere Mitglieder dieser bLh0lde -letzteren waren (damals wenigstens noch) dem Systeme derEinheit ergehen oder sonst meinen Absichten nicht hold,und so ergab sich in mir je länger je mehr die Neigung, vonder schlüpfrigen Bahn abzutreten, auf der ich nicht immer