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als nämlich die, welche sich auf die innere Polizei des GrossenRathes, die Wahlarten und die Austrittsfolge (Grabeau) be-zogen, — auszulegen wäre.
Als ich in der für uns so verhängnisvollen Stadt einge-troffen war, hatte ich von dem schweizerischen Gesandten,Herrn von Maillardoz, zu vernehmen, dass er von Herrn vonAffry keine Nachricht über meine Ankunft erhalten habe,daher es ihm unmöglich sei, mehr für mich zu tliun, alsmich dem ersten Consul unter dem Titel eines Bekanntenvorzustellen. Darum war es mir nun nicht zu tliun, undso ging ich meinen eigenen Weg, ohne mich weiter um denschweizerischen Minister zu kümmern.
Herr von Talleyrand empfing mich als alten Bekannten,so auch Saintefov, — jedoch mit der Bemerkung, dasses für mich Schwierigkeiten haben werde, den ersten Consulzu sehen; und noch grössere dagegen, dass er, der Minister,ermächtigt würde, mit mir über Geschäfte einzutreten odergar Bericht darüber zu erstatten.
In dieser heiklen Lage hatte ich bereits alle Mittel, denersten Consul zu sehen, erschöpft. Dieser hatte sogar demzum Befehlshaber der Occupationsarmee und zum bevollmäch-tigten Minister in der Schweiz ernannten General Ney, denich ersucht hatte, mir eine Audienz bei ihm auszuwirken,geantwortet : «Il n’y a que quelques mois que j’ai donné à la«Suisse une médiation; recevoir un député cantonal, serait«une infraction que je ne dois pas y faire —» ; und so schienzur Erfüllung meines Zweckes keine wahrscheinliche Hoffnungmehr zu leuchten, als ein glückliches Ohngefahr auf einmalalle Schwierigkeiten hob. Schon im Herbst 1802 hatte ichvon General Rapp den Auftrag erhalten, für die Gemahlin desersten Consuls, auf ihr Landgut zu Malmaison, den Ankaufeiner Heerde schöner Schweizerkühe und die Andingung einesSchweizers und einer Schweizerin zur Besorgung derselben,sowie die Lieferung der Heerde nach Frankreich zu über-nehmen. Dieser Auftrag war durch Mitwirkung des Herrn
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Schwierigkeitden erstenConsulzu sprechen.
Die Gelderdurch eineHeerde
Schweizerkühe
gerettet.