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Gottlieb von Jenner (1765-1834) : Denkwürdigkeiten meines Lebens / herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Eugen von Jenner-Pigott, Fürsprech und Mitglied des histor. Vereins des Kantons Bern
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facilités capables de développer des deux parts, les avantages dune in-dustrie réciproque. Si les efforts de ma laborieuse nation peuvent luirestituer quelque aisance, il lui sera doux den devoir quelque chose àlimpérissable amitié qui doit exister entre nos deux Républiques.

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Brief der Verwaltungs-Kammer an Bürger Jenner.

Bern, den 15. November 1798.

Die mannigfachen Schwierigkeiten, welche sich uns wider der Er-füllung der Convention vom 8. Floreal bei verschiedenen Anlässen ent-gegenstellten, haben uns von der Nothwendigkeit überzeugt, dem helve-tischen Yollzieliungs-Directorium von allen unsern, diesen wichtigen Traktatbetreffenden Verhandlungen genaue Rechenschaft abzulegen. Wir habenzu dem Ende unsern Präsidenten, Bürger Bay, mit den nöthigen Akten-stücken versehen, an dasselbe abgesandt, welcher auch nach erfolgtersorgfältiger Untersuchung am 5. November einen Beschluss erhalten hat,wodurch unsere jenen Traktat betreffende Verhandlungen genehmigt, derTraktat selbst definitiv bestätigt und wir zugleich in den Stand gesetztworden sind, denselben auf eine für das allgemeine Wohl vorteilhafteWeise zu beendigen. Wir eilen, Ihnen Bürger Abgesandter, diesen Be-schluss sowie den ihm vorgegangenen schriftlichen Rapport mitzutheilen,und überlassen Ihrer erprobten Klugheit, von Ihnen aus dasjenige weiterzu verfügen, was Sie den Umständen argemessen erachten werden. Wirersuchen Sie in Folge desselben, die noch rückständigen Zahlungen anden von Ihnen an uns einzuliefernden zwei Millionen, so viel es sich thunlässt, zu beschleunigen, um seiner Zeit dem Vollzielmngs-Directorium diegeforderten Rechnungen ablegen zu können.

Sie werden aus diesem Beschluss zu bemerken belieben, dass dieConvention vom 8. Floreal ihrem Ende nahe ist, und wir haben gegründeteHoffnung, von den französischen Behörden in kurzem dafür die völligeQuittung und Décharge zu erhalten. Diese angenehme Erwartung bietetuns die erwünschte Gelegenheit dar, Ihnen, Bürger Abgesandter, überalle die unverdrossenen, ebenso klugen als geschickt angewandten Be-mühungen, womit Sie stets an der Erhaltung und Ausführung jener heil-samen Verkommniss gearbeitet haben, unsere innigsten Empfindungenvorzulegen.

Denn Ihrer Vaterlandsliebe, Ihrer jeden Hindernissen trotzendenStandhaftigkeit ist diese Stadt, dieser Kanton, ist selbst die Republik,die bisherige Rettung der öffentlichen Magazine und andere durch denTraktat erhaltene, so wichtige Erleichterungen vorzüglich schuldig. Zwar