licher auszudrücken: die als Vater des Vaterlandeskeine wichtigere Sorge hatten, als die verrufenstenLAnkelschenken gesetzlich zu autoriflren. Diese zu Ge-setzgebern gestempelten Schlucker, die die Wirthshäuserin der Schweiz wenigstens um das sechsfache vermehr-ten (*), befreyten auch die Wirthe von aller Sitten-polizey und überließen sich selbst unter der Aegide die-ser neuerrungnen Jaunerfreyheit, sowohl zu Luzern,-als nachher in Bern, der schamlosesten Ausgelassenheit.
So vermehrten sich auch natürlich unter dieserSardanapalischen Regierung alle Pstanzschulen desMüßiggangs und des Lasters. Jedermann konntenach Belieben Kaffee- Klubs- und H*** Häusererrichten und ungehindert das Kupplerhandwerk trei-ben. Die unglückliche herzvergiftende und häuslichesGlück zerstörende Spielsucht kannte keine Gränzenmehr; die leidenschaftliche Eitelkeit für Pracht, dienicht nur das Glück einzelner Bürgerfamilien, sondernauch das von ganzen Staaten untergräbt und zerstöhrt-erstreckte ihren pestartigen Einfluß durch alle Klassender Städtebewohner. Alle Schauspiele, auch dieabgeschmacktesten und zweydeutigsten, wurden nichtblos geduldet, sondern auch begünstigt. Alle Anstaltenhingegen, welche den Zweck hatten, den Geist aufeine dem Staate nützliche Weise zu bilden und dasHerz zu veredeln, wurden anfangs kümmerlich un-terstützt und gingen dann fast unwiderbringlich ein.
(*) Sich? Pst'. Wys über die Echenkfreyheit.