Buch 
Betragen der verschiedenen helvetischen Regierungen und Rechtfertigung von dem gegen sie gemachten Aufstand des schweizerischen Volkes
Entstehung
JPEG-Download
 

unbekannte Namen von Gewerbs- und Verkaufstreuten (*) , Stempeltaxe und andern dergleichen Ab-gaben, setzen, die denn auch beträchtliche Summenin ihren bodenlosen Seckel brachten. — Eine gleicheBewandtniß hat es mit den so oft wiederholten Kriegs-starken, Contributionen; — mit der eingeführten Ab-gabe von zwey krocent, von dem Werth aller Grund-stücke, so durch Kauf, Tausch oder Erbfälle Handänderten, gegen welche die Revolutionsmänner vorherein so gräßliches Geschrey erhoben (**), seither aberin ganz Helvetien eingeführt hatten. — Ferner miteiner sehr beträchtlichen Summe Pfund Sterlings, dieals Fonds von Bern in England lagen, und um einSpottgel d sind v erhandelt worden (***) — deßgleichen

(*) Daß Aerzte und Wundärzte gezwungen wurden, solchezu nehmen, läßt sich noch begreifen; daß aber einem Pfarrerjui Zürichgebiet durch die Munizipalität, ein Patent zugeschicktwurde, ist ein Belege mehr zur Karakteristik der schweizerischenRevolution.

(**) Das Lob, das vorzüglich in der Waadt eingeführtwar, und lange vorher schon, ehe es zu Bern gehörte, exiftirte,konnte eigentlich eben so wenig als die Zehnten und Grund-zinse, als eine Auflage betrachtet werden. Es war eineSchuld, die auf dem Boden haftete, aus welchem Grundedenselben auch jeder Käufer desto wohlfeiler an sich bringenkonnte, und die größtentheils Partikularen, Herrschaftöher-ren und Spithälern zugehörte.

(***) Der Beweggrund dieses für uns so nachtheiligen Han-dels war, daß der Käufer , ein Franzos, einem jeden Staats-mann, der mit dirser Sache zu thun hatte, tausend I^auis-ä'or p. Kopf als Trinkgeld voraus zu entrichten versprochenhatte und auch wirklich soll entrichtet haben.