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Wie sich die Schweiz durch ihre Straßen vor allen andern Staaten auszeichnet, ebenso istwohl verhältnißmäßig nirgends so viel für die Landesbewaffnung geschehen. Verhältnißmäßig besitztwohl kein Staat ein so großes Kriegsmaterial wie die Schweiz.
Steht dieselbe aber vielleicht zurück in Rücksicht auf Institute, deren Aufgabe es ist, die Bildungdes Volkes zu fördern oder die leidende Menschheit zu trösten und zu pflegen? Wo ist ein Staatgleicher Größe, der wie die Schweiz fünf Universitäten und so viele Primär- und Sekundärschulenbesitzt, — der eine im allgemeinen besser dotirte Kirche, der so viele reich ausgestattete Spitäler,Armen- und Krankenhäuser aller Art auszuweisen hat? wo sind verhältnißmäßig mehr Bibliotheken,Museen und Lesekabinette? Wahrlich die Schweiz hat in allen diesen Rücksichten die Vergleichungmit keinem andern Staate zu scheuen!
Wenn schon von dem angedeuteten Standpunkte des Staats aus betrachtet, die Schweiz nebenandern Staaten nicht zurück steht, so ist dies noch viel weniger der Fall, wenn wir den Familien-haushalt ins Auge fassen. Kein Volk ist wohl durchschnittlich besser gekleidet vom Kopf bis zumFuß, als das schweizerische. Die Wohnungen des Volks sind bequem, gesund, oft schön, ja in ein-zelnen Fabrikgegenden luxuriös. In welchem Land wohnt der Bauer schöner und bequemer,als z. B. im Kanton Bern? In welchem Land sieht man in den Wohnungen des Landmanns soviele Glasfenster, wo so viele reinliche und zweckmäßige Haus- und Küchengeräthe selbst in ärmlichenHäusern? Kein Land besitzt wohl einen schönern und wenige verhältnißmäßig einen zahlreichernViehftand <).
*) Die Schweiz hat einen bedeutend starkem Hornviehstand als Oesterreich. Becher (Beiträge, Seite 160)schätzt den Stand des Hornviehes folgendermaßen:
im Jahr 1834 waren in der ganzen Monarchie Stück Hornvieh 10,396,534„ „ 1837 „ „ „ „ „ ,, „ 10,204,870
Es hat sich demnach der Viehstand um 191,664 Stück vermindert.
Die Menge des Hornviehs verhält sich zu dem Flächenranm und zur Bevölkerung:
auf je iov Individuen auf eine Quadrat-Meile
in Dalmatien
23,g Stück
407 Stück
im Küstenland . . .
. 20 „
676
in Tyrol ....
- 43,g „
726
in Siebenbürgen
35
740
in Kärnthen und Krain
36,7 ,,
774
in Mähren und Schlesien .
. 17,8
. 796.9 "
in der Militärgränze .
. 48 „
- 822,4 „
in Steiermark
34
- 821,8 ,.
in Ungarn ....
- 29,2
- 856,§ "
im Veneti anischen
17,§ „
. 899,7 "
in Oesterreich unter der Ens
. 23,7 „
943
in Galizien
> 82,§ ,,
958
in der Lombardie
- 16,4 "
. 1,082
in Böhmen....
- 23,s -
. 1,083
in Oesterreich ob der Ens .
. 50,7 „
. 1,291,7 „
in der ganzen Monarchie
- 28,8 „
. 877,8 „
Hieraus erhellt, daß einzig in Oesterreich ob der Ens mehr Stücke Rindvieh auf die Quadrat-Meile kommen als Lttder Schweiz. Franscini (diuova Ltatistios, S. 89 u. ff.) nimmt den nämlichen Stand des Hornviehes (Stiere, Ochsen,