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Darstellung der Handelsverhältnisse zwischen der Schweiz und Oesterreich in den Jahren 1840 und 1845 / bearbeitet von Dr. A. v. Gonzenbach
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Wie sich die Schweiz durch ihre Straßen vor allen andern Staaten auszeichnet, ebenso istwohl verhältnißmäßig nirgends so viel für die Landesbewaffnung geschehen. Verhältnißmäßig besitztwohl kein Staat ein so großes Kriegsmaterial wie die Schweiz.

Steht dieselbe aber vielleicht zurück in Rücksicht auf Institute, deren Aufgabe es ist, die Bildungdes Volkes zu fördern oder die leidende Menschheit zu trösten und zu pflegen? Wo ist ein Staatgleicher Größe, der wie die Schweiz fünf Universitäten und so viele Primär- und Sekundärschulenbesitzt, — der eine im allgemeinen besser dotirte Kirche, der so viele reich ausgestattete Spitäler,Armen- und Krankenhäuser aller Art auszuweisen hat? wo sind verhältnißmäßig mehr Bibliotheken,Museen und Lesekabinette? Wahrlich die Schweiz hat in allen diesen Rücksichten die Vergleichungmit keinem andern Staate zu scheuen!

Wenn schon von dem angedeuteten Standpunkte des Staats aus betrachtet, die Schweiz nebenandern Staaten nicht zurück steht, so ist dies noch viel weniger der Fall, wenn wir den Familien-haushalt ins Auge fassen. Kein Volk ist wohl durchschnittlich besser gekleidet vom Kopf bis zumFuß, als das schweizerische. Die Wohnungen des Volks sind bequem, gesund, oft schön, ja in ein-zelnen Fabrikgegenden luxuriös. In welchem Land wohnt der Bauer schöner und bequemer,als z. B. im Kanton Bern? In welchem Land sieht man in den Wohnungen des Landmanns soviele Glasfenster, wo so viele reinliche und zweckmäßige Haus- und Küchengeräthe selbst in ärmlichenHäusern? Kein Land besitzt wohl einen schönern und wenige verhältnißmäßig einen zahlreichernViehftand <).

*) Die Schweiz hat einen bedeutend starkem Hornviehstand als Oesterreich. Becher (Beiträge, Seite 160)schätzt den Stand des Hornviehes folgendermaßen:

im Jahr 1834 waren in der ganzen Monarchie Stück Hornvieh 10,396,534„ „ 1837 „ „ „ „ „ ,, „ 10,204,870

Es hat sich demnach der Viehstand um 191,664 Stück vermindert.

Die Menge des Hornviehs verhält sich zu dem Flächenranm und zur Bevölkerung:

auf je iov Individuen auf eine Quadrat-Meile

in Dalmatien

23,g Stück

407 Stück

im Küstenland . . .

. 20 „

676

in Tyrol ....

- 43,g „

726

in Siebenbürgen

35

740

in Kärnthen und Krain

36,7 ,,

774

in Mähren und Schlesien .

. 17,8

. 796.9 "

in der Militärgränze .

. 48 „

- 822,4 „

in Steiermark

34

- 821,8 ,.

in Ungarn ....

- 29,2

- 856,§ "

im Veneti anischen

17,§ „

. 899,7 "

in Oesterreich unter der Ens

. 23,7 „

943

in Galizien

> 82,§ ,,

958

in der Lombardie

- 16,4 "

. 1,082

in Böhmen....

- 23,s -

. 1,083

in Oesterreich ob der Ens .

. 50,7 „

. 1,291,7 „

in der ganzen Monarchie

- 28,8 „

. 877,8 „

Hieraus erhellt, daß einzig in Oesterreich ob der Ens mehr Stücke Rindvieh auf die Quadrat-Meile kommen als Lttder Schweiz. Franscini (diuova Ltatistios, S. 89 u. ff.) nimmt den nämlichen Stand des Hornviehes (Stiere, Ochsen,