auf dem Platze, oder ertranken. Von sechshundert Verwundeten,welche entkamen, blieben nur hundert dreißig am Leben.
Suworow, welcher gleich im Anfange des Treffens von einemFlintenschuß am Arm verwundet worden war, hatte sich selbst verbun-den, und war sogleich wieder zu Pferde gestiegen; er fuhr fort, wah-rend des ganzen Angriffs seine Befehle zu geben, und zeigte sich überallmit einer Tapferkeit ohne Beispiel.
Jhro Majestät, die Kaiserin, schrieb ihm nochmals zwei Briefe,indem sie ihm den Orden des heiligen Andreas, welches der erste Ordendes Reichs ist, und sechs Kreuze des heiligen Georgs schickte, um nachftiner Wahl unter diejenigen Ofsiciere vertheilt zu werden, welche sicham meisten hervorgethan hatten. Man beförderte mehrere Ofsiciere;zweihundert Soldaten erhielten die silberne Münze, und jeder vonihnen bekam ein Geschenk.
Im folgenden Jahr befand sich Suworow bei der Belagerungvon Okzakow, unter den Befehlen des Fürsten Potemkiu. Er wurdehier von einem Feuergewehr zwei Finger breit von der Gurgel verwun-det, und die Kugel blieb fest im Nacken. Man mußte ihn nach Kin-burn abführen, wo sein Ende sich zu nähern schien; der Brand äußertesich; überdem hatte er seit den ersten Tagen die Gelbsucht. Gleichwohlverschaffte ihm die Stärke seines Temperaments eine ziemlich schnelleGenesung. Ein Zufall hätte ihm beinahe im Anfang seiner Wiederher-stellung das Leben geraubt. Das Zerplatzen eines kleinen Pulvermaga-zins brachte eine Bombe in das Zimmer des Generals; sein Bett ver-brannte, und ein Theil der Mauer wurde zerstört; eine Menge vonHolzsplittern verwundete ihm im Gesicht, an der Brust, und amKnie.