IV
Zufuhren, deren Wirksamkeit unserer oft genug von ma-terialistischen Ideen durchdrungenen jungen Generationso Notli timt.
Ich verhehlte mir freilich von Anfang an keineswegsdie Schwierigkeiten, welche bei Bearbeitung eines weit-schichtigen’ Stoffes ein Verfasser überwinden musste, dernicht die besondere Geistesrüstung eines taktisch wohl ge-wappneten Militärs, sondern lediglich die innigste Liebezu seinem Gegenstand als Anrecht auf dessen Behand-lung aufzuweisen hat. Die hauptsächlichste Schwierig-keit setzte dieser der Stoff an und für sich schon ent-gegen, da er verlangte, dass nicht bloss die Schicksaleund Erlebnisse der Schweizertruppen in französischenDiensten auf der pyrenäischen Halbinsel dargestellt wer-den, sondern dass in zweiter Linie wenigstens auch dieder „blauen“ Schweizer im Dienste des Königs vonSpanien in den Rahmen der Arbeit eingeschlossen werden,sollte diese auch nur annähernd jene Grenze der Voll-ständigkeit erreichen, welche angesichts der Beschaffen-heit des Quellenmaterials vernünftiger Weise vorausgesetztwerden darf. Dazu gesellte sich im Besondern die Notli-wendigkeit, dieThaten unserer Vorfahren auf einem Kriegs-schauplatz zu schildern, auf dem jedes der meist von ein-ander getrennt operirenden Bataillone, ja jede Kompagnie,zuletzt selbst jeder einzelne Soldat seine eigene Geschichteaufweist. Aus eben diesem Grunde war es ein Ding derUnmöglichkeit, auf der Karte von Spanien und Portugalalle Stätten des Kriegsschauplatzes, auf denen Schweizerihre so oft undankbare ^Wirksamkeit entfalteten, auchnur annähernd vollzählig zu verzeichnen; da ausser-dem der Krieg in Spanien, namentlich in den letztenJahren, für unsere Landsleute fast bloss noch die Be-deutung eines Guerillas-Krieges hatte, mussten in beidenBänden hier oder dort, z. B. bei Erwähnung von De-taschementen, kleine Ortschaften (Dörfer oder Flecken)namhaft gemacht werden, welche auf der Karte um ihres