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und seine Truppen bis zum 1. November bereits bis nachBurgos vorgerückt sein sollten; sodann fügte er bei :„Wenn Spanien noch andere Truppen will, so brauchtes nur solche zu verlangen(I), ich werde sie ihm scliicken(!);was aber das hinsichtlich Portugals zu treffende Abkom-men anbelangt, so soll er sich mit dem Friedensfürsten insEinvernehmen setzen; im Klima von Spanien ist derWinter die richtige Jahreszeit, um zu handeln.“ *)
Gleichzeitig .erhielt der bereits in Bayonne stehendeGeneral Junot auf kaiserliche Ordre nämlichen Datumsvom Kriegsminister Clarke den Auftrag, sofort, d. li. 24Stunden nach Empfang desselben, aufzubrechen, um mitseiner Armee, dem Corps d’observation de la Gironde,nach Spanien zu ziehen und durch dieses Land, vorläufignoch als Freundesland, gegen die Grenze von Portugalvorzurücken, doch war Junot ausdrücklich angewiesen,sich ohne Aufenthalt direkt gegen Lissabon zu wenden.*)Der französische General sollte seinen Weg über Burgos,Valladolid und Ciudad Rodrigo nehmen, die Stärke seinesHeeres in Valladolid 20,000 Mann Infanterie und 2000Mann Kavallerie betragen, denen der König von Spanien10,000 Mann zu Fuss, 4000 zu Pferd und 30 Kanonenals Verstärkung anschliessen musste.
Umsonst suchte der Prinzregent von Portugal durchMittelvorschläge das Schlimmste vom Hause Braganzaabzuwenden; am 27. Oktober 1807, als somit die fran-zösischen Truppen bereits in Spanien standen, wurde überdie Dynastie in dem geheimen Vertrage von Fontainebleaudas Vernichtungsurtheil gefällt und dadurch diese aus derReihe der europäischen Mächte gestrichen. Jener Vertragsetzte zunächst fest, dass Portugal durch französische undspanische Armeecorps, wie eben erwähnt wurde, erobertwerden solle. Von den letztem war laut dem Vertragedas eine unter dem Befehle des Generals Solano bestimmt,
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