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Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
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zösisehen Regimentern, ja sogar in der französischenMarine gedient haben. Mit Recht machte der OberstPer vier vom 4. Schweizerregiment in einemMemoirehistorique seines Regiments den Landammann auf dieUngereimtheit dieser Erscheinung aufmerksam. *) Einerandern noch grossem Ungerechtigkeit, welche sich dieSchweiz gefallen lassen musste, sei bereits hier gedacht,obgleich sie erst im Verlaufe des Krieges zu Tage ge-treten ist. Durch Ordre vom 26. Juli 1809 liess zwarder französische Kriegsminister bekannt machen, dass diespanischen Kriegsgefangenen, welche geborene Schweizerwären, den Schweizerregimentern einverleibt werdensollten. Allein diese Massregel kam nur in einigen Fällenzur Ausführung, während in Erfahrung gebracht wurde,dass die Mehrzahl derselben in die im Dienste Frankreichsstehenden Fremdenregimenter eingereiht wurde. Offenbarstand auch die Bestimmung dieser Leute im Widerspruchmit den Interessen der Schweiz, und so sah sich auchdesshalb der zweite Oberst des 2. Regiments, ßegexser,zu entsprechender Remonstration veranlasst, ereignetesich doch kurz nach dem Erlasse des Kriegsministersder Fall, dass sechs solcher Kriegsgefangener, auf ge-schehene Reklamation hin aus dem Regiment JosephBonaparte entfernt und dem 2. Schweizerregiment ein-verleibt, auf Grund einer zweiten Ordre des Kriegs-ministers. zur Abgabe an das Regiment Joseph Bonaparte

0 Der Oberst ergreift diese Gelegenheit, um S. E. dem HerrnLandammann zu bemerken, dass sich in den französischen Regimen-tern eine Menge von Schioeizern befindet, dass es am Platze wäre,auf Grund der Gegenseitigkeit sie reklamiren zu dürfen, und weiles mit Rücksicht darauf, dass es uns kraft unserer Kapitulationverboten ist, französische Unterthanen und Fremde zuzulassen, ge-recht erscheinen ivürde, wenn dieser Artikel auf Gegenseitigkeit be-uchen würde (Bundesarchiv).

Auch der Oberst Segesser vom 2. Regiment richtete um derAngelegenheit willen am 14. Januar 1810 aus Marseille ein Schrei-ben an den Landainmann (Ebenda).