Thier
Druck, bei welchem das Harnträufelnbegann
Druck, welchen derSphinkter vermöge
am lebenden
am todten nach Blau-säure oder V erblutung
der tonischen Inner-vation trug
Kaninchen, weiblich
I.
335 Mm.
II.
75 Mm.
Differ. zwisch. I u. II.260 Mm.
9 9
210
60
150
9 9
280
30
250
9 9
330
80
250
9 9
280
50
230
9 9
275
25
250
= *
250
50
200
= männlich
300
150
150
280
130
150
Hund, weiblich
680
130
550
= männlich
730
380
350
=
1160
200
960
Wir sehen aus dieser Tabelle, wie das Hinderniss bei Hundenbedeutend grösser ist als bei Kaninchen. Auf den ersten Blick auf-fallend ist ferner der Umstand, dass bei männlichen Hunden undKaninchen die todte Blase durchschnittlich doppelt so fest schliesstwie bei weiblichen. Die Verfasser glauben nicht an eine grössereFestigkeit des männlichen Sphinkters, sondern schieben diesen Ein-fluss auf Rechnung des grösseren Widerstandes, den die männlicheHarnröhre gegenüber der weiblichen vermöge ihres Baues zu leistenim Stande ist.
Dieselben Experimente wurden wiederholt von Uffelmann 1 )und Sauer 2 ), die zu denselben Resultaten gelangten. Sie glaubten,dass der todte Sphinkter vermöge seines Baues und seiner Elastici-tät diesen ganz bedeutenden Widerstand zu leisten vermöge; ebensoRosenplänter 3 ). Uffelmann fand bei 5 Kaninchen, währenddieselben ätherisirt waren und ferner nach dem VerblutuDgstod durchAnschneiden der Carotis folgende Druckhöhen, die der Blasenver-
Schluss trug:
Männchen
Mm.
365
während
der Aetherisation,
Mm.
95
nach
dem Tod
=
350
=
=
-
50
=
= =
Weibchen
290
=
=
=
75
=
= =
=
345
=
=
=
70
=
310
=
=
=
62
=
1) Zur Anatomie der Harnröhre. Zeitschrift für ration. Medicin. XVII. 1863.
2) Durch welchen Mechanismus wird der Schluss der Harnblase bewirkt? Arch.für Anat., Physiol. u. Wissenschaft!. Medicin v. Reichert u. DuBois-Reymond. 1861.
3) Beiträge zur Frage des Sphinktertonus. Petersb. med. Zeitschr. 1867. 1.16.