Band 
Erster Theil.
Seite
166
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,66 Von Simon dem Zauberer

p. Z4zsq<z. gesamlet. Wir wollen davon nur einige alge»meine Errinncrungen beyfügen. Es istdiese Meinung die-jenigen Irtüiner, welche Paullus hin und wieder ver-wirft , vor Simons Lebrsazc zu halten, nicht neu; son-dern schon von einigen Kirchenlehrern vorgetragen wor-den, wie nnler andern aus Tillemours memoirezpour lsrvir ü I'kiilkoire ecoles. tom. II. p. 40 zu sehen.Die neuern Schriftausleger müssen in zwey Klafft» ge-bracht werden. Einige, wieGrorius und Hammond,übertreiben ihren sonst nicht unwahren Saz, daßpaullus sich oft mit den Gnostikern beschäftige, undweil sie als erwiesen annehmen, welches doch billig ge-leugnet wird, daß Simon das Oberhaupt der gesam-ten gnostischen Parthei, vornemlich zur Zeit der Apo-stel, gewesen, so ist das die Ursach, warum sie so oftvon den Simon reden. Simon wird hier nur gleich-sam zufällig genennet, daß man einen Gnostiker nen-nen könne, und wer wider diese Gattung streiten wil,mus überhaupt fragen, ob paullus an den Orten denGnostikern widerspreche? Dahero denn auch diejenigen,welche sonst häufig die Gnostiker im neuen Testament su-chen; den Simon aber vor keinen gnostischen Kezcr hal-ten, nur die ersten nennen; aber vgn Simon schwei-gen. Man kan von diesen leztern keine wichtigere Bey,spiele finden; als in der moskeimischen Erklärungder beyden Briefe an den Timorheum. Von die-sen find andere sebr verschieden. Ich rede von den-mischkatholischen Schriftstellern. Die Gelehrten dieserParthei haben eine dreyfache Ursach, des Simons Ke-zerei in der heiligen Schrift so oft zu suchen; als esmöglich ist. Einmal lieget ihnen viel daran, daß Si-mon ein Kezer gewesen. Wer wird das leugnen, wennes wahr ist, daß paullus ihn sooft der Kezerci be-straft ? Hernach scheinet es die Ehre der Kirchenlehrerzu erfordern, daß ihre Schristerklärungcn vertheidigetwerden. Endlich sol der Beweis der Protestanten ent-kräftet werden, welche einen grosen Theil dieser Schrift-stellen als klare Widerlegungen solcher Lehrsäze ansehen,die der römischen Kirche eigen find. Kan diese Wider-legungsart gelten, wenn es wahr ist, daß Paullus die-se Irtüiner nicht überhaupt; sondern nur als fimoniarnische Grundfäze verdammet? Ein vernünftiger Schrift-

aus-