Band 
Erster Theil.
Seite
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i7» Von den Nikolairen.

den Urheber dieser Lehrsaze ausgibt. HingegenClemens stellet die Sache in einem andern Lichtvor und wenn wir zwey Stellen seiner Schriftenmit einander verbinden; so ist der Zusammenhangdieser: Der Diakonus Nikolaus hat eine schöneFrau und ist dabey eifersüchtig. Diesen Fehlerbestrafen die Apostel. Um seinen Gehorsam zuerweisen, scheidet er sich von seiner Frau undgiebt ihr Erlaubnis, nach Gefallen zu Heurahren,wen sie wil. Er saget, man müsse sein Fleischmisbrauchen, und verstehet es von der Ueber-windung der verderbten Neigungen. Ein Hau-fe liederlicher Leute habe sowol die That; alsdie Rede des Nikolai so erkläret, daß sie den gröb-sten 'Ausschweifungen und der Unzucht, denensie sich ergeben hatten, zur Entschuldigung die-nen sotten. Nikolaus selbst sey der keuschesteMann gewesen. Zu diesen wenigen Nachrichtenderer, die am meistert Glauben verdienen wür-den, haben die spätern Schriftsteller eine Mengevon Zusazen beygefüget, welche wir hier fo wie-derholen, wie sie von euren sehr fleißigen Sam-ler alter Berichte in Ordnung gebracht worden.Nikolaus, sagen sie, harte eine Gattin von aus-nehmender Schönheit; Er sonderte sich von ihrab, weil er viele Beyspiele tugendhafter Perso-nen , die durch die Enthaltung vom Werk dereheliche,r Liebe Gott edler dieneren; als andereMenschen, vor sich hatte. Allein er war nichtstark genug, seinen Vorsaz zu vollstreken. DerTeufel erregte in seinem Herzen das Verlangen,des ehemals genossenen Vergnügens wieder theil-haftig