Band 
Erster Theil.
Seite
789
JPEG-Download
 

der ManichLer. 789

bereinstimmung mit den rechtgläubigen Christen,in den wichtigsten Grundartikeln zuschreiben wil.

Anm. !. In diesem Stük hat Lardner wol den grö«sten Fehltritt gethan. Mansche p. 174.1^. Dochist oft Beausobre sein Führer gewesen.

Anm. 2. Als ein Beyspiel von den Versuchen der Mani,chaer ihreIrkümcr aus der Bibel zu beweise», kan ge-nug seyn, daß in den. Hrclielsi i z. der Lehr-faz von zwey Grundwesen aus N7«tth. VH, ig. undra?. 14. aus i Joh. V» 19. hergeleitet worden.

!ll. Aus eben dieser Betrachtung fließetnochein Schlus, daß es falsch sey, wenn vorgegebenwird, die Streitigkeiten zwischen den alten Chri-sten und Manichäern waren, nur philosophischgewesen. Das Gegentheil ist zu klar, als daßes eines weitläufigen Beweises bedürfe. DieFragen, wer ist Christus? wodurch ist er derErlöser der Menschen? durch welchen Weg ge-langet der Sünder zum ewigen Leben? sind dieHöllenstrafen ewig? sind wahrlich theologischund nicht philosophisch. Wir fügen noch dreyAnmerkungen bey. Erstlich, es ist sicher falsch,daß Mani ein groser Philosoph gewesen. We-der seine Metaphysik mit der Theologie und Kos-mologie; noch seine Naturlehre; noch seine Mo-ral verstatten, ihm auch nur in Begleichung mitandern grosen Vernunftweisen des Altertumsdiese Ehre zuzustehen. Das wichtigste, woraufer einen Anspruch machen kan, ist die FähigkeitMittclsäze zu finden, um die Hauptsäze des Lehr-gebäudes mit einander zu verknüpfen. Hin-

gegen das wilkürliche und der gänzliche Mangelaller Vernunftbeweise, zeigen, daß er nicht einmalDdd z ein