Vorrede.'
künden und glaubwürdigen Nachrichten zugleichvergröserte, welches zwar vor den Gescbichtschrei-ber ein groser Vortheil ist; seine Erzehlungenaber auch zugleich erweitern mus. Unrerdeßenhabe ich doch meinenVortrag nie ohne Noht ver-längert und würde ich besonders bei dem Artikelvon den Arianern noch viel weitläufiger habenseyn können, wenn ich nicht mir Sorgfalt dasEntbehrliche zu vermeiden, gesucht hätte.
Ob ich was Neues; oder vorhero unbekann-tes gesaget? ist eine so unbestimmte Frage, die einjeder Leser nach feiner Einsicht beurtheilen mus.Ich seze nicht in dem Neuen; sondern in demMahren den Vorzug solcher Arbeiten. So vielkan ich aber doch versichern, daß die Vorstellun-gen mancher Kezerei; oder auch einzelnen Bege-benheit in meinem Buch ein anderes Aussehenbekommen; als sie bishero gehabt. Es gehet inder Kezerhistorie, wie in vielen andern Wissen-schaften, daß gewiße verjährte Meinungen ohneallen Beweis sich behaupten, deren Ungrundsich so bald entdecket, als man die Quellen selbstgebrauchet. Die neuern Gelehrten sind zwarschon mistrauischer; allein^ sie gerahten oft auf
z den