Band 
Zweiter Theil.
Seite
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des Paul von Samosaea.

fen. Eine Urkunde wird von einem Haufen ge-lehrter Männer als die sicherste Quelle unsererHistorie angepriesen, und von ebenfals einsichts-vollen Schriftstellern als falsch und untergescho-ben verworfen. Wenn die Vorstellung des ei-nen von der Beschaffenheit einer Sache; oderMeinung geprüfet wird; so scheinet sie unsernBeyfall zu verdienen, und doch »nacht eine an-dere mit eben so viel Recht eine,» ähnlichen An-spruch. Wir werden dieses alles durch die Er-fahrung beweisen und versuchen, wie uns dieBestimmung des Wahrscheinlichern glüken wer-de. Es sol zu erst von des Paul vor, SamosataPerson: hernach von den wieder ihr» wegen sei-ner Lehre und seines Lebenswandels erhobenenKlagen: endlich von den Schiksaalen seinerKe-zere» geredet werde»».

2lnm. Damit dasjenige, was von den Quellen der Ge-schichte der samosarenianiscben Kezerei qesaget worden,richtig verstanden werde, halten wir vor nöhtig, vondenselben einige Vorerinnerunge» zu machen; jedoch mitdem Vorbehalt, dasjenige hierzu übergehen, was inder Erzchlung von Gegnern davon zu sagen seyn wird.Wir wollen diese Quellen in zwey Hauptgatkungen ab-theilen. Die erste bestehet aus den Nachrichten deraltern Schriftsteller, unter denen Eusebr'us von Cäsa-reen wegen seines Alters und erweislichen Gebrauchsder damals noch vorhandenen Urkunden die obersteStelle verdienet. Man kau es vor gewis ansehen, daßer unter den christlichen Lehrern, in deren noch vorband-ncn Schriften vom Paul von Samosara Nachricht zufinden, der älteste sey. Die zweite Stelle verdienetArkanafius, den die Streitigkeiten mir den Arianerngenöthigt, sich um die altern Feinde der richtigernDreieinigkeitslebrc zu bekümmern. Nach ihnen beydenist Lasilius der Grose, Epiphanias, Johann Lhr^so.II Theil. E stomus,