i66 Von den Streitigkeiten mit den Lehrern
bescheiden nicht mehr. Fulgentius beleget denNepos ausdrüklich mit dem Kezernahmen.Von neuern brauchen wir hier keine Urtheile an-zuführen. Der Eifer, mit dem die Lehre vondem tausendjährigen Reich bald behauptet; baldbestritten worden, hat hier einen zu grosen Ein«fius gehabt, parrheiische Beurtheilungen hervor-zubringen. Wenn wir unsere Meinung sagensollen; so würden wir erstlich in Rükstchr aufden Zustand der damaligen Zeiten und christli-chen Glaubenslehre den Nepos vor keinen Ke-zer halten. Es ist erweislich gnug, das; damalsdergleichen Vorstellungen von dem grösten Theilder Kirchenlehrer gebüliget und alles späternWiderspruchs ungeachtet, erhalten und fortge-pflanzet worden. Sehen wir aber zweitens dieSache an sich selbst an; so glauben wir, daßeinmal Nepos geirret; sein Jrrum aber keinenGrundarrikel der christlichen Lehre umgestoßen,wobey ich dock voraus seze, daß er in Bestim-mung des zu erwartenden leiblichen und äußerli-chen Wolstandes und Vergnügens gemäßigtergewesen; als andere; hernach, daß Drony-sius sich ebenfals vergangen, indem er theilsden Ursprung der Offenbarung voll dem ApostelJohanne geleugnet; theils die origemalilscheHermeneutik von der Allegorie übertrieben.
2lnm. I. Die Stelle des Lulgenrii stehet in seinem Buchcontra pint. /erisn. csp.2.
Anm 2 . Da wir die vornehmsten Schriftsteller von demNepoke schon angeführet, und es sich ohnehin verstehet,daß die oben angezeigte Schriftsteller der chitiastiscbenGeschichte diesen wichtigen Theil derselben nicht verge-ben;