Band 
Fünfter Theil.
Seite
14
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Streitigkeiten

man'amiimt, wie wenigstens wahrscheinlich ist, daßViralis auf die aus Pb-l. II, iz und Ps. XXXVII,2Z. genommene Einwürfe deswegen geantwortet, weilAugustinus diese Stellen in dem Luch «ie »rstis et libe-ro srdttrio cax. l6. zum Beweis seiner Meinungen vor-nemlich gebraucht, so ist ein neuer Grund vorhanden,diesen Brief in die lezten Jahre des Lebens des Augu-sten! zu sezen.

Anm. 2. Unter den neuern geben an das I, 420. Gar-nier in äiss. 1». 24;. der Ausgabe im zwölften Land derWerke des Augustini: das I. 422. -Hottinger kst.«loLtr. ßtst. p. 197. das I. 424. Tillemont ton,.XIII. p. 84z- das I. 428. pagi critic. in snnkil. ksron.an«. cLLcxxviii. K. 27. Diejenigen, welche am be-sten davon gehandelt, die Lenedictiner prsetst. tom. H.«per. truxuüini«»»,. 217. und prsefst. to,». X.K. XXVIII.x. z;. bestimmen kein Jahr, sind aber doch geneigt, denLrief zum I. 427. ungefehr zu rechnen.

II. Viralis Person ist uns weiter nicht be-kannt als daß er in der Kirche zu Carrhago er-zogen worden. Es ist wahrscheinlich, daß erdaselbst eine ansehnliche Kirchenbedienung be-kleidet.

Anm. Augustinus epili. cLXVII. §. 2 . ss. 6o8- saget,Viralis sey bomo in LsnkoZinenü cruliirus ccclelis, undgiebt ihm öfters den Brudernahmen.

III. Von den Lehrsazen dieses Mannes wis-sen wir zuverläßig, daß er kein Pclagianergewesen, sondern vielmehr ihnen widersprochen.Er ist aber auch nicht mit Augustino einerleiMeinung gewesen. Dem Pelagio wider-sprach er darinnen, daß er einen übernatürlichenBeistand zur Vollbringung der guten Werke vornohtwendig hielte, hingegen Augustino, daß erdem freien Willen den Entschlus, das ist, denAnfang des Glaubens und mithin auch der Gott-seligkeit beilegte.

Anm.