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Die Leipziger Heu-Waage oder Beschreibung einer grossen Schnell-Waage ... : Mit unterschiedlichen Figuren / auf Verlangen ausgefertiget von Jacob Leupold
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11
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5) 00 560 1

Das vierdte Capitel,

Wie zu erfahren ob dit Waagenoch richtig iſt?

W bſchon eine Waage im Anfang noch ſo accurat, fo wird folü che denoch zuletzt falſch, oder wenigſtens faul/ ſolches aberNT entſtehet, theils wenn ſich die Schaͤrffen von denenZapffen abarbeiten, welches endlich doch geſchehen muß, wennauch die Zapffen von Piamant wären, denn der oͤfftere Gebrauchund ſchwere Laſt gewinnet endlich. Theils entſtehet der Feh-ler an einer Waage, wenn die Stange, Laͤuffer und Ketten ſichabnutzen, von dem vielen hin⸗ und herſchieben. Welches aberbey die ſer Waage gar nicht, oder faſt wenig zu beſorgen. Weilder Schieber mit dem Gegen⸗Gewicht auf Rollen laͤufft, undſich alſo nicht abarbeiten kan, auch weil weder die Waage nochGegen⸗Gewicht viel hin oder her darff geſchleppet werden. Dennwoferue die Stange oder Gegen⸗Gewicht nur etliche Loth gesringer werden, ſo betraͤget ſolches am Ende viele Pfunde.

Ferner entſtehen auch die Fehler von den Ketten, wenn die-ſelben durch vieles hin und her ſchleppen abgenützet werden,welches aber, weil die Ketten hängen bleiben auch nicht mehr ſoſehr zu beſorgen iſt, und ſo es ja mit der Zeit in in etwas ge ſche-hen ſolte, kan es nicht mehr als was abgegangen betragen; undgehoͤret viel Zeit darzu, ehe es ein Loth betraͤgt. Wenn manaber vermuthet, daß die Waage etwas unrichtig worden{ffwohl die ſicherſte Probe, daß ſolche wieder mit accurat abgezoge-nen Gewichte probiret wird, es iſt abernicht nöͤthig ſolches vonCentner zu Centner zu thun, ſondern nur mit 12. Centnern undund weil man die Zahl 2. zweymahl darauf hat, iſt gantz leich-te zu finden wo der Fehler ſitzet, dergleichen kan auch mit 20. ge-ſchehen, feen,,

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