0 2. 8An be Maieſtat zu Schwedien.
diſen eüſſeren laͤndern! Wo findt man mer golts/ ſylbers/ kupffers vnd andere metallen/ dann in diſen laͤndern Wo findt man hübſcher viech/ vnnd me hr fleiſchvnd fiſch dann in diſen laͤnder n die auch dem gantzen Teütſch land/ Sr anckre ich-
Behem vnd Poland dürꝛ vnd geſaltzen fiſch gnůg geben! Was koſtlicher fell vñbaͤltz oder fuͤter werck auß diſen laͤndern kom̃en in all mittaͤgige laͤnd/ weißt ſederman. Wo kompt aber das haͤr/ das diſe laͤnder die ihꝛe ynwoner voꝛ zeiten nit ha-ben moͤgen erneren/ die ſelbigen ſpeiſen jetzunt vnd ſchicken narung in andere laͤnder! Es kompt vonn der hand Gottes/ der gibt vnnd nimpt nach ſeinẽ gefallen/vnd erzeigt mit ſeinen thaten/ das er ð hert iſt/ nit allein im himmel/ ſunder auchauff erden/ vnnd in dem weiten moͤꝛ vnd alle ding durch ihn verhandlet verdenvnd nichts ex foꝛtuna vel caſu/ das iſt von glück oder onglück/ wie die menſchendaruon reden/ ſundor alles auß dem wiſſen/ ja oꝛdnungen Gottes geſchicht. Do-haͤr kompt es das ein künigreich ab ghat vnd das ander auff ghat/ ein land reichwirt vnd das ander verdirbt/ ein ſtatt zů nimpt vnd die ande abnimpt/ ein her:ſchafft auß ſtirbt vnnd die andere auff ſthat/ vnnd in ſum̃a vnder dẽ beweglich n
hĩel nichts beſtendig bleibt/ alles der wunder barlichkeit vnderworꝛffen iſſ
ruß wir lernen ſollen vnſer hertz nit auff zergen lich/ ſunder auff das ewig zuͤßhen. Solichs aber ſchꝛeib jch/ nit das jcheüwer künigliche M. do mit lernendie ſollichs wol weißt/ ſunder das jch etwas anzeigung geb/ was mich ver 4hat zů beſchꝛeiben diß bůch daß voꝛ mir keiner vnderſtãden hat inſ olicher geſt ievnd in Teütſcher zungen. Dan das argumẽt ſtreckt ſich gar weit. Ich hab hie einCompendium vnd kurtzen begriff võ allen laͤnðn des ertr ichs dẽ gẽemeynen mannwoͤllen für ſchꝛeiben/ ſich darin mit leſen zůerluſtigen/ vnnd den geleꝛten ein wegan zeigen/ wie man noch ſo vil Teütſchen C hꝛonographien/ auch gar nutzlich Coſmogꝛaphien vnd Topographien ſchreiben moͤchte/ wie ich dan ſol ichs voꝛachtze-hen jaren hab vnderſtanden vnd angefangen mit diſem werck/ nach gefolgt demhochgelerten mann Strabont. Als ich aber voꝛ ſechs jaren noch mit diſer arbeitvmbgieng/ iſt ʒů mir kommen E. K. M. diener/ der hochgelert herr her: Geo:gius Nor mannus/ dem ich voꝛhin auß etlichen buͤchern vnder meinem namenauß gangen/ bekãt wz/ vnd als er beſichtiget diſe fürgenoſ̃en arbeit⸗ ſchetzet er ſt-wol wirdig/ das ſie vnd dem künigliche ſchirm E. M. an tag ran A ere jcnit ſo vermeſſen geweſen/ diſem bůch ein ſolichen patrõ für zůſtellen. a bmielauch diſer anmůtung deſter lieber vnderzogen/ als jch von jm vernommen habdas frey vnd geneigt gemůt/ ſo E. M. tregt gegen allen geleꝛten vñ kunſtreichenwoͤlchs ſte ſunderlich biß haͤr bewiſen hat in dẽ das ſie ſich gefliſſen/ die iungenlãdsfürſtẽ vñ Pꝛintzen E. Maieſtat ſun zů inſtituirẽ in C hꝛiſtlichẽ tugenden vnd adelichẽ künſtẽ Got woll ſolich gemůtbeſtaͤtigẽ biß ʒũ end. Ich het E. K. M. hauptſtat Stockholm ſampt andern fürnemen ſtetten des reichs Schwedien gern werfaßt gehabt inn diſe dꝛitt edition wie ſunſt andere ſtett/ do mit ich ein danck bargemůt het er zeigt gegen E. K. G. mir bewiſen/ aber nach dem E. K. M. mir vondem künglichẽ ſchloß Cal mar año Chꝛiſti tauſent fünff hundt ſechs vnd viertziggantz genediglichẽ zů geſchꝛiben/ iſt mir ſithaͤr biß auff dẽ heütigen rag nie kein gewiſſe dotſchafft zů geſtãden ein ſolichen ferꝛẽ weg/ do durch jch me in fürnemenhet moͤgẽ entbloͤſſen E. K. M. Vñ do mit will jch mich enſchuldige t haben Biauch mich hinfür euwer künigliche maieſtat vff dz aller vndt haͤn igſt vñde m hoͤchſten fleiß befolhen haben. Datum zů Baſel am x oh desMertzẽ/ Anno do mini, D, vnd.75 N. küniglicheni derthaͤnigſter Seba-ſtianus Munſterne