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Sebaſtian Munſteri.hat moͤgen beſchꝛeiben die froͤmbden laͤnder die zů vnſern zeitenn nit wol moͤgendurch wandlet werdẽ. Aber ſo voꝛ altẽ zeiten haͤr alle ladſchafften beſchꝛiben ſeindnach ihꝛen gelegen heiten/ iſt nit ſchwer ein neüwe tafel darnach zůrichtẽ/ ſo einerweißt neüwe namen der bergen vnd waͤſſern/ auch der ſtert darin gelegen/ vnd dervoͤlcker durch ſie bewonet. Ich kan wol erkennen das einem vernünfftigen vnndfinfyxz chen menſchen gar anmutig were ein land ʒů beſehen in ihm ſelbſt nach ſei-ner natürlichen gelegẽheit vnd weſen/ die weil aber ſolichs nit wol mag geſein/ iſtes nit für ein kleins ʒůachtẽ/ ſo man dir für augẽ ſtelt in einer tafeln ſolichs lãdslenge vnd bꝛeice/ voͤlcker/ ſtett/ berg/ thier vnd der gleichen ding die darin gefunden werden. Ja ich darff ſagen dʒ ein wol beleßner vnd ver ſtẽdiger mañ etwã merweißt zů ſagen von einem frembden land/ daryn er doch nie kommen iſt mit ſei-nem leib/ dann mancher grober menſch der gleich wol ſollichs land durch wand-let hat/ aber keiner dingen acht gehabt. Do mit nun manch mẽſch/ dem nit muͤg
lich iſt dis oder ihenes land an ihm ſelbs zů beſchauwen vnd doch gern wißte der
laͤndern gelegenheiten/ ſeines fürnemens nit gar beraubt werde/ hab ich mir für
genommen/ allen lieb habern der freien künſten für augen zů ſtellen gelegenheit
vnd foꝛm des gantzen ertrichs vnd ſeiner ſtück/ das iſt/ beſunderer landſchafftenvnd das mit bequemlichen figuren/ ſo ʒũ theil voꝛ alten zeiten der hoch berůmptAſtronomus vnd Coſmographus Ptolemeus vnd andere nach jm hind jnẽ verlaßen habẽ/ aber aller meiſt wie ſie zů vnſern zeitẽ vff dz aller ſleiſſtgſt beſchꝛibenwerden. In woͤlchem ich dich vmbher fůren will von einẽ land ʒũ anderen/ ja auchmit dirüber moͤꝛe faren/ vnd anzeigen die ſtett/ berg/waͤſſer/ wildnuſſen vnd andero ding/ die dem menſchen luſtig vnd kurtzweilig ſeind zůwiſſen/ als ſitten/ we-
ſen/ wandel vnd hant ier ungen der froͤmbdẽ voͤlcker/ darʒů 5 beſunds bey jnen5 ein lãd onerſůchtlaſſen/ domit wir erkeñen wz Gott für ſeltzame vnd wũderbarliche din g vff dem
vß de m ertr ich entſpꝛingt vnd gefundẽ wirt. Alſo woͤllen mir
weiten ertrich erſchaffen hat/ vnd je einem land ewas geben/ das in dem andernnit gefunden wirt/ vnd ſeine gaben alſo wunder barlich auß getheilt/ das wir dar
Lander wucy
den inn bu:
chern geſe-110
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boy lerneren/ das ein menſch vnd ein land des andern alwegen bedarff/ vnd keins xu
alle ding auff ein hauffen empfangen hab. Was ich aber ſelbs nit geſehẽ hab/ desnun vil iſt/ will ich nemen auß den geſchꝛifften die hinder ihnẽ verlaſſen habenetliche hochgelerte vnd weiter farne maͤñer/ als dañ ſeind Prolemeus/ Strabo/ Taeitus/ Diodoꝛus Siculus/ Plinius/ Quintus Curtius/ vnd vnder den neüwenMatt hias Michaw/ Sabellicus/ Johañes Boemus/ Vartomannus/ PaulusVenetus/ Veſputius/ Albertus Krantz/ Friſingenſts/ Vꝛſpꝛungenſis/ Naucle
rue /Cuſpinianus/ Bonifacius/ Beatus Rhenanus/ Egidius Schudus/ Ireni
eus vnd ſunſt ande hiſtoꝛiẽ vñ Chꝛonickẽ beſchꝛeiber on zal/ die ich vff diß werckbab durch ſehen/ vnd darauß genom̃en/ was meinẽ fürnemen dienſtlich geweſen.705 hab mich auch weiter bewoꝛben bey fürſtẽ vnd herꝛen/ groſſen vnd kleinen5 etten/ item bey vil herꝛlichen vnd gelerten maͤnnern/ die mir allenthalbẽ großhilff vnd ſteüwer haben gethan zů diſem werck/ wie ichs an eim jeden oꝛt nit verſehweigen will. Es iſt nit moͤglich dz ein mẽſch jetzůt moͤg beſchauwẽ dz gãtz ertrich/ dañ das leben iſt zů kurtz/ ſo ſeind der geferlichkeiten vff dem land zů vil deßmißhelligen glaubens halb/ dz niemand alſo ſtcher das land durch wandlen magals voꝛ zeiten do vnder ein regiment vil laͤnder vnd küni greich warẽ bezwungen/vnd des halben on beſundere můh alle ding von dem menſchẽ haben moͤgen geſe-hen werden/ wie dañ auch in des groſſen Alexanders reiß do er in Oꝛient zog/ ein
groß theil des lãds Aſte den menſchẽ iſt offenbar woꝛden. Darnach vnder den Ro
des Andern.
Alexander,
mern iſt das gantz; Europa vnd ein gůt theil von Aſia vnd Africa bekannt woꝛ⸗ den orlent
den
hat geo