Das Wohlwollen unserer Mitbrüder hat vor eitlem Jahrezu Aarau diesen Wunsch ausgesprochen , und hoch be-ehrc dadurch , obschon unserer geringen Kräfte bewußt/kommen wir ihm freudig entgegen.
So seyd uns denn von Herzen willkommen - theü-erste Freunde und Kollegen! Seyd uns willkommen imNamen der hohen Standes-Regierung / deren mehrereihrer hochverehrten Mitglieder dieser Sizüng hier bei-wohnen. Seyd uns willkommen im Namen unsererwerthe» Mitbürger/ die es sich zur Freude und zurEhre anrechnen/ so viele ausgezeichnete Männer Hel-vetienö in ihren Mauern zu sehen , und das gastlicheThor ihnen zu öffnen , und endlich seyd uns willkom-men im Namen unserer Kantonal - Gesellschaft derenOrgan zu seyn mir die unverdiente und unerwarteteEhre zu Theil geworden. Als Bruder soll ich Siein ihrem und in meinem Namen würdig begrüssen;als Vorsteher die Siznng eröffnen/ über den Zwekunseres ZusammenftynS mich mit Ihnen unterhalten/über das was geschehen ist/ nun geschehen wird / undspäter geschehen soll, den erforderlichen Vertrag ma-chen; aber reichen meine intellektuellen Kräfte , reichtdas Wenige meines Wissens dazu hin? Rein! Mirmangelt die tiefe Kenntniß und die umfassende Gelehr-samkeit eines Usteri/ die Klarheit und Energie einesP i ete t / die Annehmlichkeit im Vortrug mit Wissenschaftvereint eines ZollikoferS/ die Eleganz der Sprächeeines Chavanne; überhaupt mangeln mir größten-theils jene vorzüglichen Eigenschaften , die alle meineVorgänger im Präsidio so rühmlich ausgezeichnet und siezu diesem wichtigen und ehrenvollen Posten befähigthaben. Einzig also im Vertrauen aus Ihre gütige Nach.sicht durfte ich es wagen/ das Amt zu übernehmenund in dessen Obliegenheiten einzutreten.
Wenn mein hochverehrter Antecessor/ Herr Pro-fessor Bronn er/ im vorigen Jahre angedeutet / wasgeschehen solle/ und mit so guten Gründen diese An-deutung «nterstüzt hac; wenn er aus Besorgmß nicht