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trocknes Holz geschnitten, ohne daß die Zähne Schadenleiden. Glas und Porzellan kann man mit scharfenPulvern, besonders Schmirgel, und mit dem Staube sehrharter Steine, besonders Diamantstaube, von einander tren-nen. Zum Zerschneiden des Glases dienen harte, scharfeSteine: Feuerstein und Diamantjplitter, statt welcher manvor dem 16. Jahrhunderte glühendes Eisen gebrauchte;noch jetzt wird mit einer glühenden Holzspitze, auch mit einerglühenden Räucherkerze Glas geschnitten. Zerreibungs-undAbreibungsmittel sind Mörser, Reibschale, Reibsteine unddazu die Keule oder der Läufer; gläserne Mörser undKeulen oder Pistills werden zu ätzenden Stoffen gebraucht.
Von der schönen, insbesondere der plastischen oderbildenden Kunst müssen wir hier, um nicht zu ausführ-lich zu werden, übergehen: die Bildhauerei, die Gra-vir- oder Stempelschneideknnst und die Gießkunst, überwelche drei wir jedoch einige gewiß willkommene Erklä-rungen dem Leser nicht vorenthalten; ebenso wenig alsüber die schöne Baukunst; wir übergehen ferner dieStereoplastik, welche u. a. aus Gpps, Alaun undleichtflüssigen Metallmischungen bildet; auch die Kunst,welche aus Thon, Porzellan und Glas Gebilde fertigt;das Ciseliren mit Stempeln und Punzen d. i. abgerun-deten Stahlstiften, worauf man mit einem Hammerschlägt, um d^e getriebene Arbeit zu erhalten; dasGuillochiren, welches durch das Passigwerk mittelseines Modells Figuren auf gedrechselten Sachen hervor-bringt; die Kupferstecherkunst und die Stahlstichkunst.Aber die Steinschneidekunst und die Schleifkunst, welcheohnehin, wie einige der bereits genannten plastischenKünste, zum Theil mechanischer Art sind, eignen sich