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hier ganz, damit keine Lücke bleibe, in unsre Darstel-lung aufgenommen zu werden. Von der zur Malereigehörigen Kunst des Emaillirens und von der Musiv-oder Mosaik-Arbeit reden wir bei der Fabrikation desGlases. Die Damaskinaarbeit ist vorher genannt. Diezur Plastik gehörende Manzkunst endlich hat so allge-meines Interesse, daß es paffend seyn wird, wenigstensdas -Hauptsächlichste davon zu sagen.
In der Bildhauerei oder Skulptur heißt: ganzrund eine Figur von allen Seiten und ganz frei; Re-lief — an einem Hintergründe; baS Relief — flacherhaben; haut R. — hoch erh.; Dadali — ganz ge-gliederte Figuren mit fortschreitenden Füßen; Herme— Figur mit ungetrennten Beinen; Karyatide — Fi-gur als Träger; Attitüde — lebende Figur im Zustandeder Ruhe. In der Gießkunst, welche aus der Bild-formerei und Gießerei besteht, unterscheidet man bei derForm zu hohlen Metallgüssen: den Kern, das Hemde,den Mantel, und versteht unter dem zweiten den zu fül-lenden Raum. Bei Kanonen wird die Seele ausgebohrt.Zn der Schriftgießerei ist die Patrize der Stempel oderdie Punze; Matrize die Letrer oder Type. Die schöneBaukunst hat es eigentlich bloß zu thun mit derSäule, welche aus 3 Theilen besteht: Fuß oder Posta-ment, Schaft oder Staunn, Gesimse oder Gebälk mitKopf oder Knauf, Kapital, und welche ü Ordnungenzählt, als die einzig möglichen: die toskanische, dorische,ionische, korinthische, römische, wozu dann kommen: dieSchnecken oder Voluten; ferner der griechisch-römische,byzantinische, lombardische, deutsche oder gothische Rund-und Spitzbogen-, seit Katharina von Medicis der Ito-