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Ernestus Glückauf, der wohlunterrichtete und gottesfürchtige Berg- und Hüttenmann : eine Darstellung zur kurzen Belehrung für Laien und Anfänger in dem Bergbau und der Hüttenkunde ... / von Läncher
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Währung heißt bei Münzen die Eintheilnngsart in höhereund niedere Sorten; Legirung ist der Zusatz eines nie-dern Metalles zu dem bessern; Schrot bedeutet dieSchwere und Korn den Metallwerth; AverS ist die-Hauptseite der Münze und enthält mit die Umschriftoder Legende; Revers ist die andere Seite. Die Berech.nung des Goldes und Silbers geschiehet nach der köl-nischen Mark, welche fein heißt ohne Legirung oder Be-schickung, rauh mit derselben. (S. Abschn. 6.) Die ur-alte Prägungsart der Münzen ist mittels eines festsitzen-den Stempels mit dem einen Gepräge und eines losenmit dem andern. Im l6. und 17. Jahrhundert wur-den die vornehmsten Münzmaschinen: Streckwerk, Durch-schnitt, Rändelwerk und Prägewerk erfunden. DerMetallschneider, Metallprobirer, Münzwardein reinigenGold und Silber; Haupt- und Legirmetall werden zu-sammengeschmolzen und zu Schienen, Stangen, Zainengegossen, nachdem die Richtigkeit des KornS erprobt ist.Die Schienen werden durch Ausglühen weicher und ge-schmeidiger gemacht, auf dem Streck- oder Walzwerkedünn gestreckt, in dem Ajustirwerk gerichtet oder geebnet;dann werden in der Ausstückelungsmaschine die Plattendaraus geschnitten und das durchlöcherte Metall, derSchrötling, kommt wieder zum Einschmelzen. DickeMünzen werden sammt dem Gepräge gegossen. DerJustirer untersucht auf einer Wage das Gewicht derMünzplatten, feilt sie ab, oder legt die zu leichten zumEinschmelzen zurück. Die richtigen werden weiß ge-sotten und kommen dann ins Scheuerfaß. Nun erhal-len sie durch das Räderwerk einen gekräuselten Rand,oder erhabene, oder vertiefte Randschrist. Die vor-