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Über die mechanische Aufbereitung der silberhaltigen Bleierze am Oberharze in ihrem jetzigen Zustande : nebst Einleitung in das Studium der Aufbereitung; ein Supplement zu Karsten's Metallurgie, Villefosse Mineralreichthum, Combes Bergbaukunst ... / de Hennezel; Burdon; Pernolet; Rivot. Deutsch bearb. und mit Zusätzen von Kerl, Osann und Wimmer. Hrsg. von C. Hartmann
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Erze ab. Man kann eine Grösse von 3 — 3^ Zoll als mitt-lere Zahl dieser Grenze anneKmen.

Das Ausschlagen und Scheiden der Wände. —Die Behandlung der Wände besteht in zwei Arbeiten: indem Ausschlagen und Aushalten und in dem Scheiden.

Die erstere Arbeit geschieht in freier Luft, die zweiteaber in geschlossenen Räumen in den Scheidebänken, beidewerden im Allgemeinen jedoch nur im Sommer ausgeführt.

Das Ausschlagen. — Die Wände .sind rings um denPlatz angehäuft, auf welchem die Ausschlagarbeit verrichtetwird. Besondere Arbeiter vertheilen die Wände an die Aus-schläger, und zwar einem jeden eine besondere Sorte, jedochnie zu viel auf einmal. Bei der Auswahl leitet sie das re-lative Gewicht und das Ansehen der Wände. Die Ausschlä-ger müssen zu gleicher Zeit das Aushalten verrichten unddie abgeschlagenen Stücke in sehr viel verschiedene Sor-ten aushalten, Wir wollen zuvörderst den einfachsten Pallnehmen, in welchem ein Erz bloss Bleiglanz und unbedeu-tende Mengen von Blende, Schwefelkies und Spatheisensteinenthält, mit einer Gangart, die thonig-kalkig ist und auchGrauwacke enthält. Es müssen nun die Ausschläger folgendeSorten aushalten:

Stufferz, derbes Erz, welches zur Hütte kommt undsogleich verschmolzen wird, ohne vorher zu einem Trocken-pochwerk zu gelangen. Die Zerkleinerung dieses Erzes hatnur den Zvveck, dass es besser mit den übrigen Erzartenvermengt werden und damit man seinen Blei- und Silber-gehalt besser durch die Probe bestimmen kann.

2) Scheideerz. Ebenfalls ein derbes Erz, welchesaber zur Scheidung kommt, um durch Zerkleinern mit leich-tern Hämmern, als die bei’m Ausschlagen angewendeten, einegewisse Quantität reines Stufferz aushalten zu können. DieUnterscheidung dieser Sorte ist nicht allein auf ihren abso-luten Metallgehalt, sondern auch hauptsächlich auf das Vor-kommen des Bleiglanzes in derben Trümmern begründet,indem man denselben von den minder reichen Theilen durchzweckmässig gerichtete Hammerschläge trennen kann.

3) Schurerz, welches 25 — 30 Proc. Bleiglanz aufsolche Weise mit der Gangart verbunden erhält, dass es ei-ner vollständigen mechanischen Aufbereitung unterworfenwerden muss. Im Schurerz ist der ßieiglanz in unregelmäs-sigen Trümmern enthalten, die jedoch derb genug sind,dass, wenn man das Erz unter einem Pochwerke oder zwi-schen Walzen zerkleinert,, man ein liorn von einem hal-