64 Umständliche Nachricht
weil die Qvader-Steine und dergleichen Bau-Ma-terralien auf der Achse in solche gebürgische Gegendherbey zu schaffen viel zu mühsam und zu kostbarseyn dürffte. Zu geschweigen, daß die Dach-Zie-gel hiesigen Einwohnern viel zu kostbar, und we-gen der hefftigen Kälte und Frostes noch dazu voneben so schlechter, wo nicht wert schlechterer Dau-erhaftigkeit seyn dürfften, als die Schindeln.
Unter den vornehmsten öffentlichen Gebäudenstehen billig oben an das (vorhin mit Ziegeln, itztangeregter Ursachen wegen aber mit Schindeln ge-deckte) grosse Gewercken-Hauß, ingleichen dasgegen über am Marckte stehende und mit einemThürmgen gezierte Rath-Hauß. Dieses letzterehat unter sich einen Schenck-Keller, welcher vonE. E. Rathe denen meistbiethenden verpachtetwird (i). Hiernächst verzinset auch eine Hoch- undWohlansehnl. Stocks-Gewerckschafft dem Ratheallhier das ebenfalls ins Rath- Hauß eingebauteKönigl. und Churfürst!. Zien-WagewGewölbe mit4. jährlichen Gülden, ohne zu wissen, wenn und
woher
Wercke gesicllct hatten, daß ein doppelter Wedel heraus-gekommen. Doch hat auch v. Paul Hönn in der Sächf.Wappens, und GeschlechtsMnkersuchung p 19. bezeuget,daß auch der Marggräfl. Meißnische schwache Löwe imgüldnen Felde, mit ausgeschlagener rother Zunge, fürge«, worffenen rothen Brancken, und einem in die Höhe aufge«wundenen Doppelten Schwantze sich finde.
(!) Besiehe die unten Lag. XHI. num. viu. beygefügte und itt6. Artickel verfaßte Defreyung gedachten Raths-Kellers.