von der Zien-Berg-Stadt Altenberg. 419
20. 1599. hat es den ganßen Sommer übernicht geregnet, welches eine solche Theurung ver-ursachet hat, daß man vor einen Scheffel Korn 5.thlr. 4 ql. zahlen müssen. Dergleichen Theurungdamahls keinen Menschen gedacht. Wozu nochdieses mit gekommen, daß die Mühlen,Arbeiter inAltenberg den gantzen Winter hindurch feyernmüssen, weil der Wasser-Mangel bis Ostern desfolgenden Jahres hinaus gedauert hat. Um welcheZeit die Kalte noch so groß gewesen, daß die Na-gel auf den Dächern geplatzet, und es in den an-noch übrigen Wässern Grund-Eiß gefrohren.
30 . r6o l. den 26. H.prLI gehet Christian Ja-cob Tharands Eheweib auf einer Hochzeit zumTantze, indem sie aber die Treppe herunter gehet,so sticht sie sich mit einem Messer in die Knie-Kehsle und sinckt vor Erschröckniß in eine Ohnmacht:indessen läufft viel Volcks zu, sie zu erqvicken,stirbt aber unter den Händen eines plötzlichen To-des.
den zo. ^prili8 jst Martin Göbler aufm Zien-walde auf der Werners, Zeche jm Schwaden um-gekommen.
ao. 1604. den 9. )ul. siel bey schwetem Gewit-ter nachmittags um i. Uhr ein schrecklicher Hagel,der alles Getreyde aufm Altenberge, in Geysing,Löwenhäyn und der Orten, wo er aufgetrvffen,Niedergeschlagen hat: Massen die kleinesten Schlos-sen wie die Tauben, Eyer groß gewesen.
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