von der Zien-Berg-StadtAltenberg. 4Z7
20.1624. sind den I. ^äarni WolffGeyß, emBergmann, und sein Weib, die ein ziemlich rohes Le-ben geführet, auch länger als im Jahr und Tag kemeKommunion begehret, elendiglich und verlassen ge-storben.
den 19. Uartii fuhren 2. Bergleuthe, HeinrichStolle, ein Steiger, und Bernhard Gempler, beydefromme und stille Männer, auch treue Arbeiter, aufinständiges Anhalten, Schreyen und Heulen demje-nigen Weiber, deren Männer am Oster- heil. Abendin der Gruben Feuer angestoßen, und etwas über dieZeit aussen geblieben, hinein, diefe zu suchen, und woes möglich, zu retten; als sie aber etliche Fahrtenhinunter gekommen, stößt ihnen der Schwaden (8)mit so grosser Gewalt entgegen, daß Heinrich Stellvon der Fahrt hinunter ins Gestein gefallen, amHaupte schröcklich verwundet, und bald getödtetworden, Bernhard Gempler aber auf einer Bühnesitzen geblieben, und also ersticket. Diejenigen aber,um welcher willen sich diese also gewaget, haben sichan einen sichern Ort,wo frische Wetter gewechselt, re-
Ee z ririret,
(8) Schwaden (»urs in koclini» L cuniculi» metsllicl« eorruptr)ist nichts anders, als eine hefftig anfallende gifftige Berg«Lufft, oder Erden Dunst, welche die Gruben-Lichter nicht nurauslöscht, sondern auch die Menschen entkräfftet und ersticket,und eben daher tödtlich wird, weil, wenn man unterirrdischeHöhlen und Sümpffe zugefüllet, die Lufft nirgends durch-streichen können, sondern feste verschlossen gewesen, und zueinem tödtlichen Gisste geworden.