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Bergmännisches Wörterbuch, darinnen die deutschen Benennungen und Redensarten erkläret und zugleich die in Schriftstellern befindlichen lateinischen und französischen angezeiget werden
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58 Behaueneg. Beina.

' Gedinge zu machen, l. Ve-nas er saxa ferramentis in-quirere. fr. Eflayer la pierredes mines par 1 instrumentdes mineurs.

Behauene Gange und Klüfte,sind solche, welche bereitsmehrentheils abgebauetfind, daran nicht viel mehrjU erholen. I. Venae er ve-nulae, in quibus labor jamactus est. fr. Mines epui-fees.

Beilgeld, ein Zuschuß zumLohn des Steigers, welcherihm zu Haltung des schnei-denden Gezeugs, als Kau-kamme und Beil, inbrauch-barenStand, gereichet wird,in etlichen Groschen auf je-des Quartal bestehet, undnach Beschaffenheit der Um-stände bestimmet wird. l.Merces pro asciis, fr. le fraisde la conservation des ha-ches.

Vernasche, Beinmehl, ge-brannte und zu Pulver ge-riebene Kälber-und Schaf-knochen, davon etwas aufdie Teste und Asch kapellen inder Mitten gestreutt, undmit dem Mönch fest geschla«gen wird, wo die Körner,Planschen oder Brandstü-cken aufstehen, und verhin-dern soll, daß sich nichts indie Asche ziehet, welches sichdoch bey grossen Werkennicht allezeit vermeiden laßt.l. Calx ostium, fr. Cendredes os.

Beinbruch, Beize,

Beinbruch, Beinwell, Bein«stein, Bruchstein, Beinsbruchstein, wellstein. einsteinartiges, kalkhaftes Ge-wachst, so die Gestalt eineSKnochen hat, insgemeininnwendig hohl ist, wie eineKnochcnröhre, weich, weis,aschfarbig, bisweilen miteinem Mark, so sich^ leichtzerreiben, und in flüßigenDingen auflösen laßt. Mer-catus nennet es versteinerteAeste. Man findet in allenMineralogien davon weitereNachricht, l. Osteocolla. fr.8ralactire en forms des os.

Beinbruchstein , s. Bein-bruch.

Beinmehl. l. Linis ostium,fr. Cendre des os. s. Bein-asche.

Bernstein, s. Beinbruch.

Beinwell, s. Beinbruch.

Bei;e, ein aus Korn und Was-ser, welche in der Warmezur Gur gebracht werden,bereitetes sauresWesen, wel-ches die darein gelegte eiser-ne Bleche reiniget, angreift,und zu Annehmung dcSZinns geschickt macht. Aufden Blechhammern hat mandavon drey Sorten, alte, soüber 14. Tage bis 5. Wochenalt ist, neue oder frische,und Hefel, welches die mit-lere, welche nicht frisch, undnoch nicht 14. Tage alt ist.Die Bleche werden erst indie alte. hernach in die neueBeize, dann in den Hcfelgelegt,