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Bergmännisches Wörterbuch, darinnen die deutschen Benennungen und Redensarten erkläret und zugleich die in Schriftstellern befindlichen lateinischen und französischen angezeiget werden
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86 Bergw.Bergwerksanz.

Bergwerk überhaupt, begreiftalles in sich . was die Gru-bcngebaude, Kunstgezeuge,Pochwerke. Waschen, Berg-schmidearbeit, Schmelz-nndEicdehütten, Probicrungder Erze, das Markscheiden,Erze und Mineralien, Berg-werk-Wafferpla^e zu Berg-gebanden, undHutten,Kuxe,Zubusen, Ausbeuten, undwas noch mehr damit'ver-wand ist, angehet, l. kosmetaliaria. Res metallica.AßH. Ars metallica, fr.Mine. Miniere.

Bergwerk bauen, an Berg-werken mit einzelnen KuxenTheil nehmen, oder ganzeGruben auf feine Kosten an-legen. l. Metalla exercere.Stör. fr. s engager auxmines. Exploiter des mines.

Bergwerkigkeir, Bergbau,ein feiten vorkommendesWort, welches jedoch in derStadt Marienberg Frey-heirsbrief, d. a. 152z. ge-braucht wird.

Bergwerks - Anzeigungen,Merkmale, daraus man ur-theilet, daß ein Bergwerknicht ohne Nutzen angelegt,und Metall oder Mineralienanzutreffen seyn werde.Wenn die Crzgange zu Lagausstreichen, und sich mitErz beweisen, darf man nichtweiter darnach suchen.Wennman aber über Lage nichtsdavon sehen kan, und dieGänge tief unter der Erde

Bergwerksanzeig.

liegen, erfordert es mehrMühe. In dem Falle mußvor allen'Dingen» das Ge-birge wohl betrachtet wer-den, ob seine Lage und Um-stände dergestalt beschaffensind, daß Gange darinne znvermuthen. Dabey nehmeneinige die Wünschelruthe znHülfe, um ausfindig zu ma-chen, wo ein Gang liegt,was er vor ein Streichenund Fallen hat Mannimmt auch Sand aus denBrunnen am Gebürge, ft*chert solchen, und unter-sucht die Wasser, ob wasmineralisches oder metalli-sches darinnen zu finden.Einige geben auf die BaumeAchtung, wenn sie Hockerichund knorrig, vermuthen sieGange darunter. Einigerichten sich nach dem bereitsentblöseten Gangen, undsuchen mehrere auszurich-ten. Mancher siehet aufdie Geschiebe, und derenBeschaffenheit, daraus ermuthmaset, daß in der Nä-he solche Erze vorhandensind, ob sie weit von denkOrt, wo die Geschiebe lie-gen, oder nahe dabey be-findlich. Sie betrachten dieDammerde, und urtheilendaraus, was für ein Metallvorhanden seyn könne. Manwirft Schürfe nach den An-zeigungen, und treibt Rö-schen, dadurch denn die GaN'ge entdecket, und entblositwer-