Gold, streichen,
aus zu bringen, und abzu-scheiden. Dieses kan aufverschiedene Art geschehen,und zwar entweder im rrock-nem oder nassen Weg, imtrocknem, i) durch Schmel-zung mit Schwefel, 2) durchaufgetragenen Niederschlag,wenn es im Fluß stehet, z)durch die Giesung durchSpicsglas, 4) mir Salpe-ter. Im nassen Weg, mit-telst der Scheidung durchdie Quart, mitSchcidewas-ser oder Königswasser. Dernasse-Weg ist lange öckanntgewesen, die Erfindung destrocknen Weges aber wirdeinem Eoldschmid in Qued-linburg, Pfanncnschmid, zu-geschrieben, demdieSchei-dung durch die Quart zu kost-bar gefallen, dessen Arbeit«in Chymicus zu Leipzig,Stolle, verbessert, l. Prae-
«ipitatio fusoria. Cramer.praecipitatio humida. Idem.fr. Separer l’or des autresmetaux. Faire le depart del'vr d’autres metaux.
®olö, streichen, ein Hand-grif, leicht zu erfahren, obund wie viel ohngefchr eineMetallische Mischung Goldhalte, welches geschiehet,wenn man die Sache aufdem Streichsteiu reibet, undeinen kentlichen Strich da«wit machet, so dann scharfeMaterien, welche die andernMetalle auflösen, darüberüreichr, wenn Gold darin-
Golderz, Goldgew. rz;
neu ist, bleibt der Strich vonGold stehen. Die Legirungaber wird durch den mit derStreichnadcl darneben gc-machten Strich aus der Ver-gleichnng beurtheilet, l. Lo-nitatemauri linea in lapidelydio ducta explorare, st.toucher 1’ or.
Golderz, die Anbräche, welchebey der Probe einen Gold-gehalt zeigen, und zu Goldverschmelzet werden. 'Manwill aber nicht zugeben, daßman eigentliches Golderz,oder vercrzetes Gold habe,weil ein Erz vercrzetes Me->tall halten muß, das Goldaber nicht vererzet, sondernallezeit korporalisch gefun-den werde, indessen brauchtman doch den Ausdruck, w»das Gold weitlauftig in E»;lieget, l. Minera aurifera,st. Mine d’ or.
Goldflitschen, dünne Blütt-gen, welche an den Sand-körnern verschiedmer Flüssein Frankreich, Spanien,Deutschland, Natolien re.hangen, und von den Gold-fischern ausgesuchet werde»,l. Xurum solutum arena«in lamellis immixtum, st.Biuettes ou paillettes d’or.
Goldgewichke, ein Kastgen,darinnen die Stücken desGewichts, von der Unze biszu einem Esgen nach derOrdnung liegen, gegen wel-che die Goldmünzen aufge-