2Z2
II. Theil,
Die Höhe eines Hausts zu messen, nach der..Höhe des Schattens eines Stockes.
Tab. XIX. Fig. 4.
Dieses ist zwar keine geometrifdje Messing, son-dern nur eine curieufe , und dennoch trifft dasselbebey nahe, man muß solche verrichtn zu der Zeit, wenndie Sonne schön scheinet, sonst gehet es auch nichtan, es ist dieselbe bey denen slrimerrischen Lxerclrienimmer mit behalten worden, deroweqen wir auchdieselbe allhier mit anführen wollen; Stecket einenStock in die Erden, daß derselbe einen Fuß hoch überder Erden gehet, und merket bey hellen Sonnenscheinwas derselbe vor einem Schatten wirfet/ mit derLänge dieses Schattens, (so ihr auf einen andernStock zeichnen oder solchen darnach abschneiden kön-net ) messet nun auch dem Schatten dieses Hauses,wieviel nun solche Slöcker in diesen Schatten ent-halten seyn, so viel Fuß hoch ist auch das Haushoch. .
Noch eine dergleichen curieule Messung ist auchunter denen Holzhauern und Bauersleuten bekannt,wenn nemlich dieselben in den Wald einen grossenBaum fallen wollen, und dieselben seine Höhe gernewissen wollen, um zusehen wie weit derselbe in dasjunge Gehölz fallen möchte, ob er auch dadurch dem-selben Schaden könne: Sie gehen ein Stück ohn-gefehr davon, und bücken sich dann nieder mit deutKopf auf die Erden, sehen also gegen solchen Baumdurch die Beine durch, bis sie dessen Spihe erken-nen mögen, wenn sie nun solche gesehen, so wissensie auch seine Höhe, nemlich von dar bis an denBaum, und so weit würde solcher reichen, wenn er