Buch 
Gründliche Anleitung Zu der vollkommenen Bau-Kunst : So da bestehet In der Arithmetica Decimali, Geometrie, Civil- und Militair-Bau-Kunst, Perspectiv, Geographie, Hydrostatick, Mechanick und Hydraulick / Durch die besten Authores bewähret Und mit vielen Kupfern erläutert ... gestaltet und gezeichnet von Johann Gottfried Jugel
Entstehung
Seite
405
JPEG-Download
 

Miiitair- -der B riegs-Bau-^unsk. 4» ?

Allsschlag derselben.

Diese- wird auch nicht zu läugnen stehen, daß sol-ches noch einer von denen erzehkten Orten der besteist, wenn man nur zuvor Meister desjenigen Ort-ist, dadurch die Proviante anlangen müssen.

V-n der Beschaffende!«: des Erdreichs, allwdman eine Festung anlegen will.

So man an einem Orte eine neue Festung anle-sen will, so hat man allerdings fleißig zu sehen aufdie Beschaffenheit des Erdreichs, so um solcher Ge-gend zu haben ist, ob solches gut oder schlimm sey,indeme esOerter giebet,worinnen Festungen unver-gleichlichgut könnten angeleget werden, aber die Erde, ist nichts nütze, welches doch ein Haupt. kunclsmearderselben ist, hingegen giebt es auch Oerter, so über-aus gute Erde haben, aber der Platz laugt nichts.

Merket, die Berge haben gemeiniglich einen stei-nigten Boden, so aber zu einem Wall der aller-schlimmste ist, dieweil er nichts zusammen hält, darumtaugt solches nicht, denn zu einem Wall muß manso gute Erden haben, so gut sie in der Nähe zu fin-den ist.

Es ist aber eine solche Festung, wo gute Erdemangelt, überaus vortheilhafftig, denn der Feindfindet allda keine rechte Gelegenheit, sich gut zu ver-schanzen, wenn nur solche erst einmal, ob schon mitgrosser Mühe und Unkosten verfertiget ist.

Sandige Erde ist auch schlimm zum kornLciren,dieweil sie wenig zusammen hält- will, oder muß mansie aber doch gebrauchen, so muß man erstlich guteErde» darumer mischen, oder auch Roßmist, wel-

Cc - cher