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Wke eine Meilerstätte zuzurichten ist, und wie der Meiler selbst einge-richtet, gedeckt und angezündet werden muß, verlange ich vom Köhler, daßer es weiß; Indessen, da den Köhlern die neuen Stätte bezahlt werden,so muß der Herr darauf sehen, daß, so lange, wie ee sich thun läst, derKöhler die alten Stätte beybehalte, und auch in neuen Kohlschlägen ganzalte aufsuche, denn neue Stätte bringen allezeit weniger Kohlen.
Der Boden der Kohlstälte muß gegen der Mitte anlaufen, oder hö-her seyn, dieß ist bekannt; wie groß aber der Meiler seyn soll, bestreikenviele, einige sagen, die kleinen Meiler brächten mehr Kohlen aus, weil in sel-bigen das Feuer besser zu dlrigiren sey, andere behaupten es von dengroßen, ich halte es mit dem Mittelweg; Meiler von 30—40 Klfft. weichesekl. ro. Klfft. hartes, und etl. 30. Klfft. Stöcke, waren bey mir immer diebesten, jedoch muß auch der Platz darzu da seyn, denn in steilen Gebürgenbin ich gezwungen, kleine Meiler zumachen, ich wollte und könnte dennauf der einen Seite unterbauen.
Ob der Meiler oben oder unten angesteckt werden soll, darüber lassetch die Gelehrten streiten; daß man aber weniger Quandel erhält, wennman in der Mitte des Meilers bey den Quandelpfählen einen Staabstahlvon einer Elle lang hineinsteckt, versichert mir ein großer und sonst be-währter Mann.
Ein Meiler muß in der Ordnung zum wenigsten 11 — 1» Tage Zeithaben, ehe er zugebrannt, und zum Ausstößen fertig ist; es giebt aber Fäl-le, z. B. wenn man im Frühjahr zeitig anfangen muß, wo die Kohlstättenoch voller Eiß find, da muß es freylich der Köhler mit dem Feuer zwingen.Eine gut gebrannte Kohle ist hart und klingend, hak stahlbtaue Flecken,schwärzt nicht sehr ab, und glänzet im Bruch.
Eine Kohle, die leicht ist, viele Risse hat und wrißgrau scheint, taugtnichts.
Durch Kohlen ist schon manches Unglück bey Hüttenwerkern entstan-den, daher man solche ja nicht zu früh in die Schuppen bringe, denn vor-züglich die Stöck-Kohlen halten gar lange Feuer. Fast bey allen Hütten-werkern wird man ganze Berge von so genannten Lesch- oder kleinen zer-malmten Kohlen (die, wenn sie noch trocken sind, von den Nagel-schmidten verbraucht werden) antreffen, diese wieoer zu Gute zu machen,wäre ein Problem, welches dem Erfinder Ehre, und dem Hammer-HerrnNutzen brächte.