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Das Gebäude um den Hohofen ist, fb wie alle Hütten,Ge-bäude, so leicht, als immer möglich, theils zur Erfahrung unnötigerKosten, theils wegen Feuers - Gefahr, herzustellen, nur muß es geräum-lich seyn, damit hinlänglicher Platz zum Abstechen, zu der Förmerey undGießerey, zum Abwägen und für die Hohofen-Arbeiter und Gießervorhanden sey.
Vor allem muß man, so wie bey allen Hütten, auch hier gleichbey dem Bau dahin sehen, damit ohne besondere Schwierigkeit in derFolge der Zeit, sowohl neue Räder, als neue Wellen elngezogen werdenkönnen. Die Balken müssen inwendig halbrund bearbeitet werden, da-mit sich kein Kohlenstaub darauf legen kann, oder wenigstens bey dermindesten Erschütterung abfallen muß, weil hierdurch nur am öfterstenFeuer auskommt.
Der Hohofen muß auch nicht allzunahe an dem Staabhammerkommen, weil die Erschütterung, sollte sie auch den Gang des OsenSnicht tvritiren, doch der Gießerey schadet.
Wenn der Steinpocher so angebracht werden kann, daß derStein sogleich durch eine Winde auf die Gichtkammer zu bringen ist,so ist es sehr bequem; Nur der Kohlschuppen muß, wegen FeuerS-Gefahr nicht aUzunabe seyn.
In ein jedes Hütten - Gebäude geboren etliche große Väßermit Wasser angefüllt, Handsprihen und Feuereymer, so wie auf jedemWerk eine Sturmglocke, eine Hauptspritze, die nöthigen Feuerleiternund Feuerhaaken seyn sollten. Auch an einem Vorrath aller Sorten desnöthigen Bauholzes und Materialien, Wellen, Hammer-Helmerc mußes Nie fehlen, wenn der Betrieb nicht hierdurch abgehalten werden soll,weil, auch bey der größten Aufmerksamkeit, diese Fälle dennoch nur garzu oft eintreten.
Von dem Hohofen und Steinpocher gehe ich zu dem Schlacken-pocher, und halte dafür, daß es nicht undienlich seyn möchte, bey sei,bigen einen ordentlichen ungarischen Stoßheerd, deren man sich mltNutzen bey den Zinn, Wäschen bedient, anzubringen, wodurch dieseArbeit, meiner Einsicht nach, ungemeiu erleichtert werden könnte,
Beyden Staabhämmern, Blech, und Zaynhämmern, dem Zinn«haußrc. finden alle obige Bemerkungen stakt; es ist nicht nöthig, daßdie Wellen so erstaunend stark, wie ich sie auf manchen Werkern finde,seyn müssen, wenn sie nur sonst rein, nicht faul uno ästlg sind; diege,l. Band. C . gossenen