einzigen Manne eigenthümlich gehört, daher denn auch alle Fabrikanten ineinigen wenigen Häußern bey einander wohnen, und nur ohngefehr auszehen Meistern an Schäftern und Büchsenmachern zusammen genommen,bestehen, so aber keine Gesellen fördern, denn ihre Gesellen und Lehrjun-gen werden im heil. römischen Reich, auch weder zu Suhla noch in an-dern Fabelten für zünftig geachtet.
Diese Gewehrfabrik arbeitet nur für den Landesherrn. Hat sie nunlandesherrliche Bestellungen, so ihre Kräfte übersteiget, so nimmt sie alleübrige benachbarte Fabriken mit zu Hülfe, und hat sie dergleichen landes-herrliche Commißbestellungen nicht, so liegt sie müßig, oder arbeitet aufeinigen Vorrath, denn Galankeriegewehr macht sie wenig, weil sie einesTheils darzu keinen Verleger hat, andern Theils es ihr hierzu auch an ge-schickten Leuten, und auch der Debil dazu fehlet.
Nahe bey Schmalkalden, etwa anderthalb Stunden davon, sindferner die reichen und guten Eisenbergwerke, und auch ein Salzwerk gleichbey der Stadt. Ihre Stahlfabriken sind in allen Landen auch bekanntgenug, weil ihr Stak! vorzüglich nach Amsterdam und in die Seestädtegehet, und dafelbst schon unter die couranten Waaren mit angenom-men ist.
Die größte Nahrung von Schmalkalden aber ist noch der großeund weit ausgebreitete Handel mit allerhand Eifenwaaren, womit einigedreyßig bis vierzig Kaufleute theils en gros handeln, und auch wohl Pi-stolen und Puffer darunter verbacken, theils die Messen damit beziehen.Es sind daher viel Fabrikanten daselbst, so darinnen arbeiten, und dieSchlosser zu Steinbach, Mehlts und Schönau aßistiren hierinnen auch.Diese Eisenwaaren bestehen in Schmiedewerkzeuge, Amboßen, Waage-stengel, alle Sorten Leuchter, Drathketten, Vorlegeschlösser, geschmie-dete Brat- und Kochpfannen, Feilen, Sckusterwerkzeug, Werkmesser,Jägereisen, Feuerzeuge, Striegeln, Brenn - und Toppeeifen rc.
Die Heßifche Gewehrfabriken sind also in Absicht fremder Bestellun-gen für gar nichts, und die zu Zelle und Mehlis für so geringe zu achten,' daß die Suhlaer Fabrik nicht nur zu allen Zeiten das Haupt unter ihnengewesen, sondern es auch noch ist.
Eim-