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Einige wahrscheinliche Fehler bey Suhla.
Die Fabrikenhämmer müssen ihr bedürfendes Holz fünf bis sechsStunden weit holen, und für ein Fuder Kohlen z Rthlr/Fuhrlohn geben,dahingegen der daselbst liegende Hohofen jährlich in die Nähe noo Klaf-tern zu 5 gr. z pf., und 1000 Klaftern zu n flr. 6 pf. erhält, und ihnenalso das nahe Holz benimmt.
Es fehlen ihnen auch gute Eifenzechen, indem 1776. nur zwey gang-bare mit drey Mann belegte Gruben schlechten Eisenstein hergaben, dahe-ro sie unter dem Titul Schmalkalder, Stahlberger und Mumler ausHessen, und zu Flößen unter dem Titul Saatfelder, ^ Großenkunzdörfer,Neustadtfächstfch - und Schwarzburgischen, und zwar 4 Schmalkalderund 4 Saalfelder verbrauchen müssen.
Endlich glaube ich hier am schicklichsten noch etwas von den mir be-kannten Gewehrpreißen anzuführen, um Sachverständigen deren Ver-schiedenheit zu überlassen.
Gewehrpreiße.
Die Berechnung eines kaiserlichen Commißgewehrs, nemlkch was inBöhmen von den Ltferanten gewöhnlichermaßen den Meistern gegebenwird, und was bey ersterm für Kosten dabey auflaufen, ist in Katsergeldfolgende:
1) dem Rohrschmidt für das rauhe Rohr
2) dasselbe zu verfertigen - -
3) ein Schloß mit zwey Batterien -
4) dem Zeugschmidt für die Garnitur *
5) das Bajonet und Wischer '
6) der Ladestock - - -
7) der Schaft - - -
8) das Zusammenrichten und Bajonet-Aufpassen
9) die Bajonetscheide - *
i Fl. 33 Kr.
0 • 18 ^
i - 44 -
- - 42 -
00 Z 2 -
0 0 21 0
00 29 -
0 0 IO 0
00 7 -
Summa s Fl. s6 Kk.
nun rechnen sie 6 Kr. Fracht bis 'Prag und ir Kr. Unkosten pro Stück,weil sie so lange, als man die Gewehre probiert, drinnen bleiben, die
K z Ge-