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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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22
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' rigue aus Steuermark hergezogen, die auch in der That gute Waare mach,ten, und zwar aus inriländischem Stahl.

Nun kommeichaufvie Processe selbst:

rtev Proceß.

Wenn man eine kleine Probe von 8. bis io. und noch mehrern PfundEisen machen will, so nehme mau einen großen schwarzen Schmelzliegel, lasse 'siä) gules Eisen geben, welches geschmeidig und weich sey, und nicht dickerals 2. bi-s z. Messerrücken. -So lang muß man esabhauen lassen, wiemanes in den Schmelzliegel platt hicinlegen kann, und dabey ist zu obfcrviren,daß jedesmahl von einerLage zu der andern des Eisens eine gute Handbreithoch Kohlenstaub von Buchenholz zu liegen komme, alsdenn den DeckelaufdenSchmelztiegcl wohl verlutiren, setze solchen in einen guten Wind-ofen und gebe ihm Feuer, daß.der Tiegel allezeit bedeckt seymit Kohlen, undNaum habe um den Tiegel herum, aufs wenigste eine gute Handbreit hoch,Damit die Kohlen wohl um den Tiegel herum fallen können und gebe -4.Stunden lang Feuer, so wird man einen exira feinen Stahl machen. DerKohlenstaub von Buchenholz rvird gröblich gestossen und ein wenig ange-feuchtet, damit solcher nicht staubet, sodann eine gute Hand breit hoch da-von unten in den Schmelzliegel gethan und mit einem dazu bereiteten Brctgleich und feste zusammengedrücket, dann bestreichet man mit einem grobe»Pinsel mit veriM.Mixtm das Eisen auf allen Seilen recht wohl und legetsolches flach auf den Kohlenstaub neben einander, dann-lcgt man wiederKohlenstaub eine gute Handbreit hoch, dann wieder bcstrichenes Eisenauf dieses Lager von Kohlstaub, dann wieder Kohlenstaub und so verführetman die derSchmelztiege-l voll ist, wobey zuvbserviren, daß gleich wie un-ten in Schmelzliegel Anfangs Kohlenstaub geleget und feste zusammen ge-drücket worden; Also auch oben auf bey der lezten Lage des Eisens, wiederKohlenstaubgelegetwerden muß, auch iedeLage gleich und feste zusammenzudrücken ist.^

Wann die 24. Stunden vorbey, laßt man den Schmelzliegel erkalten,nimmt das Eisen heraus, ebenso, wie man es hat hineingelegt, so wird manbefinden, daß das Eisen allerhand Farben an sich genommen hat, welchesein Zeichen, daß es ein extra guter Stahl ist.

Nun muß man solchen mwschmiedeii lassen und 2. oder g.mal über-werfen, so wird man das feinste Korn haben and den härtesten Stahl.

. Muß