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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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23
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IV8. Muß wohl observl'ret werden,r) daß man den Stahl lasse ausschmieden in einer reinen gesäuberten^Feueresse, darinnen keine Schlacken von Eisen mehr sind, sonsten kann der'Smht nicht kein ausgestrecket und geschmiedet werden, er bekommt sonsten'Eisenhal-ige Strahlen, welches nichts nütze, wenn aber der Schmied oderSchlosser seine Feueresse recht säubert, so wird erauch einen rechten Korn-stahl erhalten.

2) Muß der ausgeschmiedete Stahl, wenn solcher noch Kirschroth glü-het, in ein frischesWasser ganz geworfen werden, damit er recht hart undfein Könnet) werde, woraus man alsdann allerhand Jnstrumenta verferti-gen-lassen kann. -

Schlüßlich ist noch anzumerken, daß wann das Essen oben angeführtermaßen mit der Miplur bestrichen worden, man solches 6. und noch mehrStunden liegen lassen kann, damit selbige desto besser penetriren moge, und' ehe und bevor man das Eisen in d'en Schmelztiegel thut, muß man es noch-malen recht wohl und dick bestreichen und nach vorher beschriebener Weise toden Schmeiztiegel legen. >

2ter Proceß.

Verzeichniß eines neuen Stahlosens:r) Muß die Mitte und Lange nach den Ziegeln genommen werden,l-) Inwendig Ziegeln hoch einenAbsaz aufbceden Seiten.

* 3) Einen klemen Rost darauf, eiiren kteinen Zoll weit von einander.

1 4) Nebenrum mit guten Ziegeln auögesczi.

5) so breit der Kasten, mitten durchalis zweyschnmle Ziege! hoch, jedoch, daß

die Fuge desBvdens mitten auf den Ziegeln zusammen gehet.

6) Der Kasten muß drey breite Ziegel hoch werden, neben- mit schmalem

Ziegelnwohl verwahren

r) Auf24. Cent. z'. Salz, f Horn, r. Asche, f. Buchene gepochte Kohlen,4. Pfund gestossenenÄlaun, das wohl unter einander gemenget undsodann davon eing^sez-t.

Auf->2)Lcnlner halb so-viel:-/

's) auf 6, Eenlner muß dieMattrie ein wenig schärfer gemachet werden,weiln die Hitze nicht so groß und die Malcria solches zwingen muß.

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