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ser zuführen konnte, eine Rvstknnst anzulegen, um seinen Tontrack zu erfül-len, und hatte er nicht solche vortrefliche Preiße gehabt, sowürdeer bey die-ser Entreprise schlecht gefahren seyn, bey der aber dennoch nicht nur obigerVerlust ergänzet, sondern auch noch, der terminlichen Zahlungen und man,eben thorigten Einrichtungen ohnerachtet, ein beträchtliches gewonnenworden ist.
Etwas von LramcrS lezten Zeiten und seiner Manipula-tion bey dun Probeschmelzcn in Frenberg dem unparlheuschenmetallurgischen Publico zur Beurtheilung und manchem, derdiesen grossen Metallurg gekandt hat, nicht unangenehm.
^^asMetallur^sche Publikum har ehedem viel von einem gewissen Cra-mer gehört, hat seine Schriften gerne gelesen, ihn für einen grossen Metalslurg gehalten, und nichts an ihm ausgefezt, als daß eö den lezten Theil sei-nes Werks mit sammt dem Pranumerationögeld eingebüsset hat.
Es wäre zu wünschen, daß diejenigen, die vor und bey seinem Tod umihn waren, besser seine Papiere bcnuzcund aufgehoben hatten, denn sicherwar dieser Theil schon fertig, ia die Zeichnungen weist vollendet. (Vielleichtversprach man sich aber auch hiervon keinen reellen Nutzen, da die Pränume-ration bereits eincassirt war.)
Dieses im Vorbeygehen angemerkt, so warCramer immer ein Mannvon vieler Einsicht, ein gebohrneS Genie zur Metallurgie, unordent-lich zwar in seiner Lebensart, der den Tag vielmaln müßig zubrachte, desNachts aber aufstand und arbeitete, der besondere Hypothesen hatte, undunendlich viel Gutes hatte stiften können, wenn er sich nicht von Lehn so sehrzerstreuet hätte; er war diesem Fach ganz eigen, war in seiner Zugend bereitszu Fuß nach Holland gegangen, hatte dasei!, st einige Zeit metallurgische Col-legiagelescn, hernach England durchgereist, und viele Jahre lang das Berg-Departement nebst alle nur dahin einschlagende Fabriquen in Braunschwei«Zischen dirigirt, aber leider zu seinen Schaden, wie alle grosse Genies, et-was stark eigensinnig. In feinem Alter, in welchem ich ihn kennen lernte, warer zu grossen Unternehmungen nicht mehr fähig, und doch unternahm eralles, bloß um seine häußllchen Umstände, die äuserst derangirl waren, zuunterstützen; er war nehmlich wegen einer mit dem Herzog zu Braun-schweig habenden Differenz blos aus Caprice ausgetreten (wo man wäh-renden dessen sich seines dortigen Verw'ogenS/ Bücher und Scripturen be,
bemäch-