bei Derby, gebrauchen zur Stabeisenbereitung nur mit erhitzterLust erblasenes Roheisen. ' ( , ^
Auf den meisten von den erwähnten Werken hat man dieKoaks durch Steinkohlen ersetzt. Auf einigen, wo dies noch nichtgeschehen, wie auf den Monkland-Eisenwerken bei Glasgow, wardie Temperatur der Gebläseluft noch nicht hoch genug, daß mandas Verkoaken der Steinkohlen entbehren konnte. Auf einigen an-dern, wie in der Nähe von Newcastle, sind die Steinkohlen vonaußerordentlich bituminöser Beschaffenheit, und dies scheint einHinderniß zu sein, sie roh anzuwenden.
In die schönen Eisenwerke von Mcrthyr-Tidvil in Walesist der Hohofenbetricb mit erhitzter Gebläseluft noch nicht einge-führt. Der geringe Verbrauch von den roh angewendeten Stein-kohlen, wie noch weiter unten angegeben werden wird, so wie derhohe Preis des Ersindungspatenres, haben bis jetzt die-Anwen-dung der neuen Betriebsmcthode verhindert; allein es ist gar nichtzu bezweifeln, daß sie auch in jenem Lande eine bedeutende Brenn-materialiencrsparung veranlassen würde.
Um die Vortheile, welche aus der Anwendung der erhitztenGebläseluft hervorgehen, recht ins Licht zu stellen, soll eine Ueber-sicht der englischen Hüttenwerke gegeben werden, in denen die neueBetriebsmethode in Anwendung steht. Darauf soll ein Vergleichdes Kohlenverbrauchs und der Productionskosten einer TonneRoheisen bei der alten und neuen Methode mitgetheilt werden.Dies könnte freilich unnöthig und nicht unmittelbar zu dem Ge-genstand gehörend, erscheinen, allein bei einer so wichtigen Frage,die einen bedeutenden Einfluß aus das ganze Hüttenwesen habenkann, darf nichts zur Belehrung der Metallurgen vergessen werden.Es folgen darauf einige Notizen über die in den englischen Hüt-ten angewendeten Steinkohlen, so wie über die Produ:tionskostendes Roheisens in Wales, Endlich wird eine Uebersicht einiger zuunserer Kunde gekommenen Versuche über den Hohofenbetricb miterhitzter Gebläseluft in Frankreich und Deutschland, gegeben werden.
. Hütten in der Umgegend von^ Glasgow.
Der Boden in den Umgebungen von Glasgow enthält eineungeheure Stcinkohlenniederlage, eine der reichsten in Großbriran-