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Über den Betrieb der Hochöfen, Cupolöfen ect. mit erhitzter Gebläseluft : nebst 3 lithogr. Taf. / Carl Hartmann
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Man darf daher aus der Nichtannahme der Methode deSBlascns mit erhitzter Luft iu den Hüttenwerken von Wales nichtfolgern, daß gar reine Ersparung an Kohlen dabei erfolge; alleinda dieselben in Wales sehr wohlfeil sind, so ist die Ersparung nichtso bedeutend als in den schottischen Hütten.

Anwendung der erhitzten Gebläseluft bei dem Betriebe der

Cupolöftn.

Auch mehre Cupolofen werden bereits in England mit erhitzterGebläseluft betrieben. Jedoch ist die Menge und Wohlfeilheit derüberall in diesem Lande verbreiteten Steinkohlen die Veranlassung^daß man die Kohlengichtcn bei dem Cupolofenbetrieb kaum einmalwiegt, daher es denn schwer hält, richtige Nachrichten über denKohlcnaufwand zu erlangen.

Auf den, schon oben erwähnten, Tyne-Eisenwerken, in derNähe von Newcastle, werden zwei Cupolofen mit erhitzter Geblä-seluft, aus demselben Apparat, welcher die Hohöfen speist, betrie-ben. Die Öfen sind kreisrund, 5; Fuß hoch und im Innern 30Zoll weit. Aeußerlich bestehen sie aus einem gußeisernen Cylinder,im Innern aus feuerfesten Ziegelsteinen; sie erhalten den Windaus zwei über einander liegenden Düsen von 2^ Zoll Weite.

Zum Umschmclzen von einer Tonne Roheisen sind 280 Pfd.Aoaks erforderlich. Im Durchschnitt schmilzt man alle Stundeeine Tonne Roheisen um. Diese Cupolofen sind erst seit der An-nahme der neuen Betriebsmethode mit der erhitzten Lust, erbaut.

Zu Wenesbury, in der Hütte der Herren Lloyd, Försterund Comp. sind die Cupolöfen viereckig; sie sind ungefähr 7 Fußhoch und im Innern 36 Zoll lang und 30 Zoll breit. DerWind wird durch zwei, 3 Zoll weite Düsen eingeführt. Manschmelzt in einer Stunde eine Tonne Roheisen um und jede Ope-ration dauert 20 Minuten. Der Koaksaufwand zum Umschmclzenvon einer Tonne Roheisen beträgt 260 Pfund, während er beikalter Gebläseluft 400 Pfund betrug. Der wesentlichste Einfluß,welchen die erhitzte Luft beim Cupolofenbetrieb hat, besteht in derAbkürzung der Operation; ein Schmelzen, welches jetzt 20 Minu-ten dauert, erforderte vor der Annahme des neuen Verfahrens 40Minuten. Es folgt hieraus, daß ein Centner Roheisen, der bei