Buch 
Über den Betrieb der Hochöfen, Cupolöfen ect. mit erhitzter Gebläseluft : nebst 3 lithogr. Taf. / Carl Hartmann
Entstehung
Seite
32
JPEG-Download
 

32

kalter Luft 20 Pfd. Koaks erforderte, bei erhitzter Luft nur 13Pfd. erfordert.

Der Koaksverbrauch in den Kupolöfen in Birmingham, Man-chester und Nervcastle betragt im Durchschnitt 2'i Prvcent; nähertman diese Zahlen den oben gemachten Angaben, so sieht man, daßdie Annahme, der erhitzten Lust eine Ersparung von der Halsteder Koaks und der übrigen Kosten des Umschmclzens veranlaßt.

In den meisten Hütten, in denen die Luft, welche zur Spei-sung der Kupolofen erforderlich ist, nicht aus den Apparaten fürdie Hohöfen genommen werden kann, benutzt man die aus derGicht entweichende Flamme, um den Apparat zu erhitzen.

Wir beschreiben hier zwei solcher Apparate, die in der Werk-statt der Herren Jeffries und Patton zu London erbauet wor-den sind.

Der in Fig. 19. und 20. Taf. ll. dargestellte Apparat bestehtaus einer Reihe von Röhren n, -L, s'^, die horizontal über derGicht liegen, und mittelst Knien mit zwei Kasteit b und I»' inVerbindung stehen, welche an den senkrechten Seiten des Ofensangebracht sind. Die Luft geht aus dem Geblase mittelst der Röhrev, in die Abtheilung ä des Kastens c, von da in die Röhre «, indie Abtheilung 6^ des Kastens >»' und verfolgt dann die mit Pfeilenbezeichnete Richtung, bis sie sich aus den letzten Abtheilungen vonb und d' in die beiden Formen des Ofens begibt. Der ganzeApparat besteht aus Gußeisen.

Der zweite Apparat, Fig. 17. und 18. Taf. II-, besteht auseiner Reihe von senkrechten Rühren a, von drei Zoll Weite, derenEnden mit 2 Ringen A und in Verbindung stehen, von denender untere unmittelbar um die Gichtöffnung liegt, der andere ganzparallel mit diesem. Ein weiter blechcrncr Cylinder I> umgibt dieRöhren äußerlich und nöthigt die Flamme, um denselben zu circu-liren.

Die Gebläseluft gelangt mittelst der Röhre c, Fig. 18. inden obersten Ring tl', geht aus diesem mittelst der senkrechten Röh-ren » in den untern Ring 3e und aus diesem mittelst der senk-rechten Röhren ä ä' in den Ofen. Am obern Theil des Ofens,unter dem untern Ring 3t, hat man eine Oeffnung k zum Auf-geben gelassen.