Cap, IX. Von Ladung der Kammer-Stücke.
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es an/aber in langen tracticirtsichs sehr übel? Derohalben auch diese Manier.nichtgantzlich passiren kan.
Die Pappiernen oder Leknwandtenen Patronen ersetzen alle Mangel/dene Patro-- und machen / daß auch das längste Kammer - Stück schier so geschwinde alsnen befinden, eine Mußqvetkan geladen werden; absonderlich wann der höltzerne Kamer-schwÄ als Spiegel daran befestiget ist/und darffman nicht sorgen / daß sich daß Pulverein Mußquetvers chütte / noch andere Ungelegenheiten verursache / welches auff Schiffenjuladen. genugsam zusehen / auff welchem weder Raum/ die Zeit / Gefahr des Feuers/noch Gelegenheit zuläst mit der Ladschaustel sich lange zuverweilen.
.Cap. IX.
Wie die Kawmer-Stück/mit Patronen sollen geladen
werden?
Zweyerleyr ,weiß KainerStück ittitParronen zu La-den.
^s^As Laden mit Patronen geschicht auff zweyerley Manier. Erstlichohne/ und dann mit Kammer-Spiegeln-
Ohne Spiegel thutman die Patronen in das Stücke/und stösset sol-Ohne Spie- che mit den Setzkolben oder einer Stange an/so hebet sie sich / weil das Stücksei. hinten vor der Kammer halb-rund/ selbst in die Kamer/ in welcher sie / so viel
angesetzt werden soll/damit man mit der Raumnadel im Durchstechen das Pulver ha-ben kan.Auffdieses / wann kein Kammer - Spiegel von nöthen /gibt man einen Vor-schlag von Stroh/dann die Kugeloder Kartätsch /und auff solche wiederum einenVorschlag / wie bey Ordinari Stücken geladen wird.
mit denSpie- Wil man aber mit Kammer-Spiegeln laden / auffdaß der Schuß desto
^' Krafftiger gehe/muß man solchen mit einer Nothschraube einführen/undmit einen wichtigen Setzkolben starck in die Kammer einsetzenwder aber man machet dieKammer-Spiegel gleich Anfangs / wann man die Patronen verfertiget/mit an dieselbegen an / so gehet es desto geschwinder mit den laden zu.
Lässet es die Zeit und Gelegenheit zu/ daß man die Kugel oder Kartätsch vermit-tels des Spiegels an diePatronen befestiget/j o kan man zum wenigsten dreymahl laden/und Feuer geben als ein anderer einmahl.
Zu mercken ist/daß die Patronen an dem Orte wo sie voran in die Kammer ge-setzt werden / um etwas kleiner als die Weite der Kammer seyn sollen/ damit sie desto be-qvemer eingehen und das Zünd-Loch erreichen.
Der Setzkolben/mit welchen der Spiegel gedrangsoll eingesetzt werden/mußvon hatten schweren Holtz/ -.Mündungen des Stücks lang/und Mund dick seyn;hinten an der Stange mit einem guten eisernen Ringe verwahret / fow aber / halb rundgedrehet/ damit er den Spiegel im Ansetzen recht in der mitten fassen könne?am andernEnde dieser Stange wird ein kleiner Setzkolben befestiget«Mündung dick /Mün-dung lang/verstehe von der Kammer/forn wird er nicht halb rund/sondern plat abgedre-het/um die Patrone im Einführen desto besser anzugreiffen/auch in der Kammer anzu-setzen.
Wann die Weite und Liesse der Kammer bekant/lässet man solche von HoltzWie in bey- drehen/oder von Blech/oder endlich nur Pappe machen/so kan man vor he-LadenVe?- ro den Patronen und Spiegel jedes in behöriger Länge und Dicke einrichten/fahren muß damit die Kammer/ wann der Spiegel angesetzt/recht voll sey. Ohne Spie-rverden? gel aber zu laden / muß die Patrone den gantzen Raum der Kamee außfüllen.
Wann man sich auff solche Manier nur einmahl recht eingerichtet / und etwasMüh angewendet/wirdman nochmahls vieler beschwerlichen Arbeit gantzlich über-hoben seyn.
& 2 Wofern