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Cap., LIII. Von Verderbung des Pulvers. tot
Entz aber bleibet in Pulvcr/welche solches nicht vor sondern mehr neben und hinterMreibend machet/das Geschütz ruiniren und gar zersprengen kan/welches die HerrenvonBreßlau an etlichen halben Carthaunenmit Schaden erfahren haben.
Wiedas DasPulver wird an aller besten zum über und vor sich treiben gestarcket/
NLE-wann der Salpeter wohl gelautert/von Saltz in währender Such durch Ab-ttrsich steigenschrecken geschieden/und in rechterProportion mit gutenKohlen und Schwef-gc-fel vermischt / und mit schlechten Wasser angefeuchtet wird/zu welchen eine/** * 1 zo. ständige Arbeit/und resches dürren und truckenen auch viel hitffk.
Wie das Will man aber ja reissend Pulver in Granaten / Perartten und andern
Pulver ms Sprengwerck haben,so darff man nur bey meinen vorgeschriebenen einigenbereiten? ' Pulver-Satz i. Pfund Salpeter/ 6. Loth Kohlen/ und 4.Loth.Schwefel blei-ben/und solchen mit Wein-Essig/ Mercurio / Blau Korn-Blumen / Linden -Blüh/Köm'gs-Kertzcn/Msseb/Schelkraut und Poley-Wasser oder Campffer in Essig oderBramenwem solviret/an feuchten.
Cap. LIII.
Woher das Pulver verdirbet?
DtSPalvrrs^^As Pulver hat keinen grossem Feind der es schwächt/verderbet undilÄft ^seinen sonst habenden unbeschreiblichen Gewalt unterbricht/als dieFeuchtlgkrtt. Zeuchtigkeit/welche in den nassen dämpffigen Pulver Behaltnussen sich
ssndet/so damit genügsamen Lufft-Löchern und Fenstern/durchweiche weder Warmenoch Wind streichen kan / nicht versehen sind.
Es sind auch andere Gewölber/obschon durch solche die Lufft durchgehen kan/fimden sich offrmahls in den Mauer-Werck Steine / so da allzeit feucht und naß sind / alleFeuchtigkeit anziehen und behalten / also daß einSommee viel zu kurß/sie auszutrocknen.
. Man kan solches observiren an steinernenGebauen so gemahlet sind/an denen manvfft Flecken findet/da eine emßige Farbe^dunckel/und nicht weit darvon auff truckenenSteinen lichter erscheinet.
D«s Pulver-- Das Pulver verdirbt auch bald /wann der PulvermaHer eilet und
WinÄr-solches nicht wohl dörret/um beyderLicstrung/wo manchmahl Übel auffgese-rm verderbethen wird/mit dem Gewicht besser zu recht zukommen.dasPulver. Der Regen thut desglcichen/wenn solches ins Feld geführet und ÜbelNgriu^ versehen wird/solchen aber kan auch wiederum mit austrucknen/ehe dcrSalpe-DKFaßrr teranschiest/geschwind besser als vorgcmeldcten geholffen werden / weilen dieSS Kohlen noch nicht faul worden.
find gut zu Die Faßer von jungen Eichenen r Holß/ auswendig mit hekßgekochten
SteS&toW in warmenTagen eingelassen/taugen am besten in Pulver-Thürne/sie conserviren das kostbahre Pulver/u.bringen den vermeinten übrigenUnkosten zehen-fältig ein / u.reiben in einerVestung dasPulver alleJahr zum wenigste einmal ausgesonmt/ii alle zwey Jahr zum wenigsten einmal durch dasHaar-Sieb ausgesteibet werdenmuß/können dieFaßel oben inBvden mit Spinden oder mit einerSchraube ;.biß 4.Zolldick in Diameter versehen wcrden/dienet darzu/damit man durch das viele aussund zu-schlagen der ordinari Pulver-Tonnen die Zeit erspare und nicht zuviel Reisten brauche/tsist auch keine Gefahr darbey/weilen man durch das Spundloch das Pulver so osftmanwill aus und einschütten kan/bey den aufgeschlagenen Faßern aber legen sich dieKömerzwischen die Tauben/cssey dann daß die Faßer nicht um die Helffte grösser alsßeßyn sollen/gemacht werden/ die mit Spünden aber können «m viel kleimr seyn / undu.Theil. C e brau-.
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